09:53 16 Oktober 2018
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    Moskauer Patriarch Kyrill in Syrien: Aufruf zur friedlichen Beilegung innerer Fehden

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    Der in Damaskus weilende Patriarch Kyrill von Moskau und ganz Russland hat am Sonntag die Einwohner dieses Landes aufgerufen, ein offenes und friedliches Land aufzubauen, die nationale Eintracht zu festigen und alle inneren Probleme selbständig auf dem Wege eines Dialogs zu regeln.

    Der in Damaskus weilende Patriarch Kyrill von Moskau und ganz Russland hat am Sonntag die Einwohner dieses Landes aufgerufen, ein offenes und friedliches Land aufzubauen, die nationale Eintracht zu festigen und alle inneren Probleme selbständig auf dem Wege eines Dialogs zu regeln.

    Nach einem gemeinsamen Gottesdienst mit Patriarch Ignatius von Antiochien und ganz Osten in der Himmelfahrtkathedrale von Damaskus wandte sich das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche an die Anwesenden mit dem Aufruf, „ein neues Syrien aufzubauen, eines für alle offenen und friedlichen Staates, in dem die religiöse Freiheit respektiver wird und in dem die Moslems und die Christen, wie immer, friedlich miteinander leben“.

    „Heute, wo die Kirche von Antiochien und das Volk Syriens ernsthafte Prüfungen durchmachen, konnte ich nicht in Moskau bleiben und wollte bei Ihnen sein, um zusammen mit Ihnen zu beten und mit meinen Worten, mögen diese auch nur schwach sein, Ihnen Kraft zu verleihen. Wir glauben daran, dass der Allmächtige seine Güte gegenüber dem Volk Syriens und der Kirche von Antiochien zeigt, damit dort  Frieden und Gerechtigkeit einkehren 

    „Möge Gott dieses Land vor religiösen Fehden hüten. Ich glaube daran, dass es nicht dazu kommt. Weil die gesamte Geschichte des Landes und seine tausendjährige Kultur das Fundament bilden, die die jetzige Kultur der Menschen und ihre nationale Würde prägen und damit auch die Fähigkeit, selbständig Probleme zu lösen, die vor ihnen stehen.“

    Wie Patriarch Kyrill betonte, habe er „die Liebe des russischen Volkes“ nach Syrien mitgebracht. „Eine der schwierigsten Prüfungen“ für das russische Volk sei „der Bürgerkrieg im 20. Jahrhundert“ gewesen. „Wir haben unser Volk gespalten und einander im Interesse eines glücklicheren Lebens getötet. Uns gelang es nicht, ein glückliches Leben auf Blut aufzubauen. Erst nachdem wir die Konfrontation innerhalb des Landes abgelegt und uns untereinander versöhnt haben, entstand auch die Hoffnung auf eine Erneuerung des nationalen Lebens.“

    In diesem Zusammenhang forderte er die Einwohner Syriens auf, „die Widersprüche friedlich zu überwinden“. 

    Patriarch Ignatius dankte dem russischen Patriarchen und allen Bürgern Russlands für Mitgefühl und Unterstützung. „Wir wissen, dass Russland, unsere Probleme spürt“, sagte er. „Wir danken Russland, dem Heiligen Patriarchen und dem wunderbaren Volk Russlands.“

    „Patriarch Kyrill ist das Oberhaupt der größten Kirche der Welt, die niemals gegen Vertreter anderer Religionen gekämpft hat“. 70 Jahre lang sei diese Kirche diskriminiert gewesen, „niemand gelang es jedoch, sie zu brechen“.

    Am Samstag war Patriarch Kyrill zu einem viertägigen Besuch in Syrien eingetroffen.

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