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    Konflikt in Syrien: Lawrow kritisiert Westen - MEHR

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    Unruhen in Syrien (3838)
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    Als eine internationale Provokation erachtet Moskau laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow die Aufrufe mancher westlicher Länder an die syrische Opposition, keinen Dialog mit dem Regime einzugehen.

    Als eine internationale Provokation erachtet Moskau laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow die Aufrufe mancher westlicher Länder an die syrische Opposition, keinen Dialog mit dem Regime einzugehen.

    „Mittlerweise sehen wir, dass die Arabische Liga zum Verzicht auf die Gewalt und zur Aufnahme eines Dialogs aufruft. Aus westlichen Metropolen sind dafür aber ganz umgekehrte Aufrufe zu hören, die der Opposition unmittelbar raten, keinen Dialog mit dem Regime von Baschar al-Assad einzugehen“, so Lawrow. Dies sehe bereits einer absichtlichen Provokation von internationalem Ausmaß ähnlich, hieß es.

    Auf die Aufrufe des Westens an die Weltöffentlichkeit eingehend, Entscheidungen zum Schutz der syrischen Zivilbevölkerung zu treffen, betonte Lawrow, dass die Ereignisse, die der libyschen Tragödie vorausgingen, allen noch frisch im Gedächtnis seien. Genau von dieser Losung machten all diejenigen Gebrauch, die später die UN-Resolutionen grob missbrauchten und statt die Zivilbevölkerung zu schützen, Luftangriffe vornahmen, bei denen Zivilisten getötet wurden, hieß es.

    Lawrow verwies darauf, dass Russland die Initiative der Arabischen Liga begrüßt hatte, die den Stopp jeglicher Gewalt, ganz egal von wem sie ausgehen mag, sowie die Entsendung von Beobachtern der Arabischen Liga nach Syrien und eine Intensivierung des Dialogs zwischen Damaskus und der Opposition vorsieht.

    Um der Gewalt ein Ende zu setzen, sei es wichtig, auf die Einstellung der unangemessenen Gewaltanwendung seitens der syrischen Staatsführung sowie der Gewaltprovokationen seitens der bewaffneten Gruppierungen hinzuarbeiten, die friedliche Demonstranten zu Gewalt anstiften würden.
     
    Lawrow zufolge wurde in Syrien eine gewisse Befreiungsarmee gebildet, die sich zum Ziel setzt, die Regierung zu stürzen. Von manchen westlichen Ländern seien dabei Meinungen zu hören, dass die Aktionen der syrischen Überläufer die demokratischen Bestrebungen des Volkes widerspiegeln.

    „Kommen demokratische Bestrebungen in einem Granatwerferbeschuss des Baath-Parteibüros, in bewaffneten Angriffen auf Verwaltungsgebäude, auf Quartiere der syrischen Sicherheitsorgane zum Ausdruck, so können wir solchen demokratischen Bestrebungen nicht zustimmen“, hieß es.

    Die Forderungen zur Gewalteinstellung müsse man sowohl an die Regierung als auch auf die bewaffneten Gruppierungen richten, die sich in die syrische Opposition eingeschlichen hätten, betonte Lawrow.

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