04:38 20 Juli 2018
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    Venezolanische Opposition klagt Chávez in Den Haag an

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    Diego Arria, ein eventueller Oppositionskandidat bei der bevorstehenden Präsidentenwahl in Venezuela, hat am Montag beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag (IStGH) eine Klage gegen Präsident Hugo Chávez wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingereicht.

    Diego Arria, ein eventueller Oppositionskandidat bei der bevorstehenden Präsidentenwahl in Venezuela, hat am Montag beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag (IStGH) eine Klage gegen Präsident Hugo Chávez wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingereicht.

    Das meldet die chilenische Zeitung „La Segunda“ am Dienstag.

    Arria, ehemaliger Gouverneur, Minister sowie venezolanischer Botschafter bei der Uno, überreichte dem IStGH-Staatsanwalt mehr als 600 Seiten an Unterlagen mit Beweismaterial zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die Chávez begangen haben soll.

    Arria zufolge enthalten die Unterlagen Interviews von rund 500 Opfern des Chávez-Regimes, Audioaufnahmen und rund 40 Seiten Zitate von Chávez selbst. All das seien Zeugnisse von Zwangsvertreibungen, Folter und Ermordungen

    Der IStGH ist eine ständige Einrichtung, die ihre Gerichtsbarkeit bei der Verfolgung von Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen ausübt. Er nahm seine Tätigkeit im Juli 2002 auf.

    Arria rief die internationale Völkergemeinschaft auf, Druck auf Chávez auszuüben, um die „Strafverbrechen dessen Regimes zu stoppen“, solange es nicht zu spät sei.

    Die Präsidentenwahl in Venezuela ist am 7. Oktober 2012 fällig. Im Februar 2012 will die Opposition einen einheitlichen Kandidaten bestimmen, der Chávez Konkurrenz machen soll.

    Hugo Chávez, der 1999 an die Macht gekommen ist, will die bevorstehende Wahl gewinnen, um das Land weitere sechs Jahre zu regieren.

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