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    Medwedew und Putin gegen Frauengremien - für mehr Frauen in Leitungsämtern

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    Dmitri Medwedew und Premier Wladimir Putin haben sich am Freitag bei einem Treffen mit Teilnehmerinnen eines Frauenforums gegen die Bildung von Staatsstrukturen nach Geschlechtsmerkmal ausgesprochen.

    Präsident Dmitri Medwedew und Premier Wladimir Putin haben sich am Freitag bei einem Treffen mit Teilnehmerinnen eines Frauenforums gegen die Bildung von Staatsstrukturen nach Geschlechtsmerkmal ausgesprochen.

    In seiner Stellungnahme zum Vorschlag einer der Diskussionsteilnehmerinnen, ein Staatsgremium zu bilden, dem ausschließlich Frauen angehören würden, sagte Medwedew: „Je mehr wir Männer und Frauen voneinander trennen, desto länger wird bei uns die geschlechtliche Diskriminierung weiterbestehen. Unser Land ist in dieser Hinsicht ohnehin rückständig.“

    Putin stimmte dem Präsidenten zu. Konterproduktiv sei auch die Geschlechtertrennung in Schulen und Kindergärten. „Dies ist eine nicht vollwertige Erziehung“, meinte er. „Sie müssen zusammen bleiben, sonst würden die Jungs dann Angst haben, sich einem Mädchen anzunähern.“

    Medwedew verwies auf die wachsende Frauenrepräsentanz in den russischen Machtgremien, obgleich diese weiterhin wesentlich geringer sei als in den westlichen Industrieländern.

    „Heute haben wir drei Frauen in der Regierung, und das ist ein absoluter Rekord in der gesamten sowohl sowjetischen, als auch russischen Geschichte“, betonte er.

    Nach Ansicht des Präsidenten arbeiten Frauen oft viel produktiver als Männer. Sie seien bei ihrer Arbeit konzentrierter und präziser. „Die Gesamtzahl der Frauen in den Verwaltungsorganen hängt allerdings im Endeffekt von der Einstellung in der Gesellschaft dazu ab.“

    Mit Interesse verfolge Medwedew nach eigenen Worten, wie Frauen für die höchsten Staatsämter kandidieren und die Wahlen auch gewinnen. „Ich hoffe, wir werden einmal auch die Situation erleben, wenn jemand von Ihnen zur Staatschefin wird“, wandte er sich an die Teilnehmerinnen des Treffens.

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