14:49 23 Oktober 2018
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    NATO-Hubschrauber in Pakistan (Archiv)

    NATO verspricht Klärung von Angriff auf pakistanischen Armeeposten (Zusammenfassung)

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    Politik
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    Nato-Angriff auf einen Grenzposten in Pakistan (18)
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    Die nordatlantische Allianz will die Umstände des jüngsten Angriffs der NATO-Luftwaffe auf einen Armeeposten in Pakistan klären.

    Die nordatlantische Allianz will die Umstände des jüngsten Angriffs der NATO-Luftwaffe auf einen Armeeposten in Pakistan klären.

    Das teilte ein Vertreter der Allianz am Samstag nach Angaben des Fernsehsenders Sky News mit. "Wir werden den Zwischenfall detailliert untersuchen", sagte er.

    Zuvor hatten Vertreter der pakistanischen Armee mitgeteilt, dass einige NATO-Kampfhubschrauber am vergangenen Freitag einen Armeeposten im Nordwesten Pakistans angegriffen hatten. Dabei seien mindestens 25 pakistanische Soldaten getötet und 14 verletzt worden.

    Der amtierende Botschafter Pakistans in den USA, Iffat Gardezi, legte am Samstag beim US-State Department Protest ein. Zudem sperrten die pakistanischen Behörden einen der beiden Wege, über die die Koalitionskräfte in Afghanistan mit Nachschub versorgt werden. Es handelt sich um den Grenzübergangspunkt Torkham. "Heute haben wir etwa 40 Kessel- und Lastwagen zurückgeschickt", teilte ein Vertreter der Ortsbehörden am Samstag mit. Die Route über Torkham gilt bislang als der günstigste Weg für die Versorgung der ISAF-Truppen in Afghanistan.

    Über Pakistan werden rund 70 Prozent aller Versorgungsgüter für das ISAF-Kontingent transportiert. Da es in Afghanistan keine Eisenbahn gibt, werden die Güter und Treibstoff mit Lastwagen von pakistanischen Häfen, vor allem von Karachi, ins benachbarte Land gebracht.

    Es handelt sich nicht um den ersten Angriff der NATO-Kräfte auf pakistanische Militärs. Ende September 2010 kamen bei einem Angriff zwei Soldaten ums Leben, vier wurden verletzt. Der Zwischenfall sorgte für eine ernsthafte Verstimmung in den Beziehungen zwischen Pakistan und der Allianz. "Solche Handlungen der westlichen Truppen verletzen die Souveränität des Landes", hieß es in Islamabad. Damals sperrte Pakistan für fast zwei Wochen den Grenzübergangspunkt Torkham.

    Beobachter gehen davon aus, dass sich die ohnehin schlechten Beziehungen zwischen beiden Ländern nach dem jüngsten Angriff noch mehr zuspitzen werden. Im vergangenen Mai hatte eine US-Sondereinheit im Raum der pakistanischen Stadt Abbottabad eine Geheimoperation durchgeführt und den Chef des Terrornetzwerks El Kaida, Osama bin Laden, getötet. Pakistan, das von dieser Operation nicht in Kenntnis gesetzt worden war, warf den USA den Bruch der Verbündetenverpflichtungen und eine Verletzung seiner Souveränität vor.

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