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    Weißrussisches Gericht verurteilt Metro-Terroristen zum Erschießen - MEHR

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    Explosion in der Minsker Metro (47)
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    Mehr als sieben Monate nach dem Bombenanschlag in der Minsker U-Bahn hat der Oberste Gerichtshof von Weißrussland die beiden Angeklagten schuldig gesprochen und zum Tod durch Erschießen verurteilt.

    Mehr als sieben Monate nach dem Bombenanschlag in der Minsker U-Bahn hat der Oberste Gerichtshof von Weißrussland die beiden Angeklagten schuldig gesprochen und zum Tod durch Erschießen verurteilt.

    Das Todesurteil gegen Dmitri Konowalow und Wladislaw Kowaljow wurde am Mittwoch verkündet, wie ein Korrespondent der RIA Novosti aus dem Gerichtssaal berichtet.

    Richter Alexander Fedorzow begründete das Urteil damit, dass Dmitri Konowalow, der als Drahtzieher des Attentats und der unmittelbare Täter gilt, zuvor bereits „mehrmals Terrorakte“ verübt habe. Sein Komplize Kowaljow habe über Jahre hinweg von Konowalows Taten gewusst und die Polizei nicht informiert. Nach einem Gutachten von Psychiatern war Konowalow zum Zeitpunkt des Verbrechens zurechnungsfähig gewesen.

    Gegen das Urteil der obersten Gerichtsinstanz kann keine Berufung eingelegt werden. Die Verurteilten dürfen den Präsidenten um Begnadigung bitten. Der seit 1994 regierende Staatschef Alexander Lukaschenko hat nur einmal - im Jahr 1996 - einem Gnadengesuch stattgegeben und ein Todesurteil durch 20 Jahre Haft ersetzen lassen.

    Eine mit Nägeln und Metallkugeln gespickte Bombe war am 11. April im abendlichen Berufsverkehr in einer Station der Minsker U-Bahn explodiert und hatte zwölf Menschen getötet. Rund 200 Fahrgäste wurden zum Teil schwer verletzt. Zwei davon erlagen im Krankenhaus ihren Verletzungen.

    Schon einen Tag danach wurden die Verdächtigen Konowalow und Wladislaw Kowaljow festgenommen. Der Gerichtsprozess gegen sie begann am 15. September.

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