02:54 18 Juli 2018
SNA Radio
    Politik

    Wahlergebnisse für Kreml-Partei differieren stark nach Regionen – "Nowyje Iswestija"

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 10

    In vielen russischen Regionen haben am vergangenen Wochenende neben der Parlamentswahl auch Kommunalwahlen stattgefunden, schreibt die Zeitung "Nowyje Iswestija" am Dienstag.

    In vielen russischen Regionen haben am vergangenen Wochenende neben der Parlamentswahl auch Kommunalwahlen stattgefunden, schreibt die Zeitung "Nowyje Iswestija" am Dienstag.

    Zwar konnte die Partei Geeintes Russland überall ihre Spitzenposition verteidigen, doch ihre Wahlergebnisse waren sehr unterschiedlich.

    Besonders viele Befürworter hatte die Machtpartei in den Teilrepubliken Mordwinien (91,98 Prozent) und Inguschetien (78,44 Prozent). In Karelien erhielt sie aber nur 30,12 Prozent der Wählerstimmen.  22,25 Prozent  votierten für Gerechtes Russland, 19,05 Prozent für die KPRF, 18,34 Prozent für die LDPR. Selbst Jabloko wurde mit 7,13 Prozent in die Gesetzgebende Versammlung der Teilrepublik gewählt.

    Auch in St. Petersburg zog Jabloko nach einem erbitterten Wahlkampf mit 12,73 Prozent  in das Stadtparlament ein. Die Kandidatenliste führte übrigens Grigori Jawlinski an, der auch an der Fraktionsspitze stehen soll.

    Geeintes Russland wurde in der Newa-Stadt von 36,6 Prozent unterstützt, Gerechtes Russland von 23,41 Prozent, die Kommunisten von 13,93 Prozent und die Liberaldemokraten von 9,66 Prozent. Die Wahlergebnisse sind allerdings noch vorläufig, zumal Gerechtes Russland und Rechte Sache (0,84 Prozent) sie anfechten wollen.

    Die KPRF schnitt im Gebiet Orjol besonders gut ab (32,42 Prozent – eigener Rekord), wo die Kommunisten traditionell stark sind. Geeintes Russland genoss die Gunst von 40,55 Prozent der Wähler, die LDPR von 13,28 Prozent, Gerechtes Russland von nur 9,8 Prozent.

    Im Gebiet Moskau blamierte sich die Kreml-Partei beinahe (33,18 Prozent), während die KPRF 27,58 Prozent, Gerechtes Russland 17,1 Prozent und die LDPR 15,59 Prozent erhielt.

    Im Gebiet Swerdlowsk stellte Gerechtes Russland das eigene Wahlergebnis (27,3 Prozent) infrage und behauptet, der Partei sei „der Sieg gestohlen worden.“ Möglicherweise werden die Wahlergebnisse angefochten. Geeintes Russland wurde von 33,11 Prozent der Wähler unterstützt. Die Kommunisten erhielten 17,46 Prozent und die Liberaldemokraten 15,88 Prozent.

    In der Region Altai, im Gebiet Amur und in der Teilrepublik Tschuwaschien bekam die Machtpartei mehr als 40 Prozent der Stimmen. In den Regionen Krasnojarsk und Primorje sind die Ergebnisse nahezu identisch: Geeintes Russland bekam höchstens 37 Prozent und die Kommunisten etwa 23,5 Prozent.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren