04:55 18 Oktober 2018
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    Internationale Migrationsorganisation will Vorurteile gegen Zuwanderer abbauen

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    Die Internationale Organisation für Migration (IOM) ruft dazu auf, eine mitunter negative und entstellte Auffassung zur Migration und zu den Migranten zu verändern, sagte William Swing, Generaldirektorder der IOM, am Dienstag in Paris zur Herausgabe eines Jahresberichtes der Organisation.

    Die Internationale Organisation für Migration (IOM) ruft dazu auf, eine mitunter negative und entstellte Auffassung zur Migration und zu den Migranten zu verändern, sagte William Swing, Generaldirektorder der IOM, am Dienstag in Paris zur Herausgabe eines Jahresberichtes der Organisation.

    „Es ist offensichtlich, dass Migration oft als ein allgemeines Problem aufgefasst wird, hinter dem Ängste und Befürchtungen der Gesellschaft in Bezug auf Arbeitslosigkeit, Wohnbedingungen und soziale Einheit in den Aufnahmeländern stecken. In den Ländern, aus denen ausgewandert wird, wird Migration oft als Verlust an Menschenkapital und als wirtschaftliche Abhängigkeit beschuldigt“, so Swing laut einem OIM-Kommuniqué.

    Dem Bericht zufolge führen falsche Angaben über Zuwanderer zur Herausbildung von Stereotypen unterschiedlicher Art, die in vielen Gebieten der Welt bereits zum Vorschein gekommen seien. Dabei könnten exakte Informationen in Sachen Migration zu einem überaus wichtigen Instrument werden, mit dem all diese Fragen ausgeräumt werden könnten. 

    Meinungsforschungen in einer Reihe von Ländern haben gezeigt, dass das Ausmaß der Zuwanderung in den Aufnahmeländern oft um ein mehrfaches überschätzt wird. So betrug die Migrantenzahl im Jahr 2010 in Italien sieben Prozent gegenüber den bei Umfragen angegebenen 25 Prozent. Die Migrantenzahl im selben Jahr in den USA lag bei 14 Prozent, während Umfragen 39 Prozent ergaben.

    Wie die Verfasser behaupten, ist die moderne Gesellschaft höchst mobil. Die Migration sei ein maßgeblicher Zug der modernen Welt und bleibe weiterhin ein unerklärbares und umstrittenes Phänomen.  

    Die IOM fordert die Menschen dazu auf, die Haltung gegenüber der Migration zu ändern  - besonders in der Zeit der Wirtschaftskrise, wo diese Erscheinung in Reden von Politikern und in Medienberichten immer öfter eine negative Bewertung findet.

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