01:55 22 August 2017
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    Nach Kims Tod: US-Experten sehen „Chance“ auf ein Ende Nordkoreas

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    Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il gestorben (50)
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    Nach dem Tod von Langzeitherrscher Kim Jong Il erwarten amerikanische Experten Instabilität und einen Machtkampf in Nordkorea und rufen die Weltgemeinschaft auf, die Chance zu nutzen, um dem kommunistischen Regime in Pjöngjang ein Ende zu setzen.

    Nach dem Tod von Langzeitherrscher Kim Jong Il erwarten amerikanische Experten Instabilität und einen Machtkampf in Nordkorea und rufen die Weltgemeinschaft auf, die Chance zu nutzen, um dem kommunistischen Regime in Pjöngjang ein Ende zu setzen.

    „Jetzt ist es an der Zeit, der Verbrecherregierung in Pjöngjang ein Ende zu setzen", schrieb Adrian Hong, Chef der Menschenrechtsorganisation Pegasus Strategies, in der Zeitschrift  „Foreign Policy“. „Die USA müssen ihre sinnlosen Versuche, die immer wieder scheiternden Sechsergespräche wiederzubeleben, aufgeben“, so Hong, der 2006 in China wegen Hilfe für nordkoreanische Flüchtlinge im Gefängnis gesessen hatte.

    Die USA sollen Russland und China dazu bringen, auf die Unterstützung des nordkoreanischen Regimes zu verzichten und Sanktionen gegen Pjöngjang zu verhängen, so der Experte. Zugleich sollten Moskau, Washington und Peking der nordkoreanischen Staatspitze Sicherheit und Immunität im Austausch gegen einen Rückzug aus der Macht garantieren. „Eins ist klar: Nordkorea wird zusammenbrechen. Die Frage ist, wann und wie.“

    Victor Cha, ehemaliger Berater des Weißen Hauses, sagte gegenüber der „Time“, der unerwartete Tod des Herrschers führe sehr wahrscheinlich zum Kollaps des nordkoreanischen Regimes. Dem Experten zufolge bleibt den USA nichts anderes übrig als abzuwarten. Kampfhandlungen wären unbegründet.

    „Das Instabilitätspotenzial in Nordkorea verursacht der übrigen Welt Probleme, weil Nordkorea in der letzten Zeit bedeutende Fortschritte bei der Entwicklung von Atomwaffen erzielt hat", berichtet das „Wall Street Journal“.

    Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il war am Samstag nach mehr als 17 Jahren an der Macht gestorben. Offiziell wurde dies erst am Montag bekannt. Nach nordkoreanischen Medienberichten hatte der 69-Jährige einen Herzinfarkt erlitten. Er soll am 28. Dezember beerdigt werden. Die Zeremonie findet unter Ausschluss ausländischer Delegationen statt.

    Am Montag bezeichnete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA Kim Jong Un, den jüngsten Sohn des langjährigen nordkoreanischen Machthabers, als den „großen Nachfolger“. Obwohl Pjöngjang den Kurs auf Frieden ankündigte, versetzte Südkorea Militär und Polizei in Alarmbereitschaft. Am gleichen Tag testete Nordkorea eine Kurzstreckenrakete.

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