09:28 22 August 2017
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    Dubrowka-Geiselnahme: Europäischer Gerichtshof verurteilt Russland zu Entschädigungen

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    Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat Russland zu Entschädigungszahlungen an die Betroffenen der Geiselnahme im Moskauer Musical-Theater an der Dubrowka im Jahr 2002 verurteilt.

    Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat Russland zu Entschädigungszahlungen an die Betroffenen der Geiselnahme im Moskauer Musical-Theater an der Dubrowka im Jahr 2002 verurteilt.

    Russland soll nun Entschädigungen in Höhe von 9 000 bis 66 000 Euro an insgesamt 64 Betroffene zahlen, teilte der Gerichtshof in Straßburg am Dienstag mit.

    Russlands Sicherheitskräfte hätten bei der Befreiungsaktion einige Unzulänglichkeiten zugelassen. Die Richter haben Russland nach dem 2. Artikel (Recht auf das Leben) der Europäischen Menschenrechtskonvention für schuldig gesprochen.

    Im Oktober 2002 hatten 40 Terroristen das Moskauer Musical-Theater an der Dubrowka bei der Premiere des Musicals "Nord Ost" besetzt und 912 Besucher und Schauspieler als Geiseln genommen. Bei der Befreiungsoperation und später im Krankenhaus sind 130 Geiseln gestorben.

    Die Kläger beschuldigten die russischen Behörden unter anderem der unangemessenen Anwendung von Gewalt, der nicht rechtzeitigen medizinischen Hilfeleistung für die Geiseln und der unzureichend effektiven Ermittlungen zu dem Terroranschlag. Während des Sturms hätten die Sicherheitskräfte ein unbekanntes Gas eingesetzt, was laut den Klägern bei den Meisten der 130 Gestorbenen zum Tod geführt hat.

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