07:36 21 September 2018
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    Kasachstans Generalstaatsanwalt: UN-Experten sollen Krawalle in Schanaosen mit untersuchen

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    Der Generalstaatsanwalt Kasachstans Aschat Daulbajew hat laut dem Pressedienst der Generalstaatsanwaltschaft UN-Experten eingeladen, an der Untersuchung der Massenunruhen in der kasachischen Stadt Schanaosen teilzunehmen.

    Der Generalstaatsanwalt Kasachstans Aschat Daulbajew hat laut dem Pressedienst der Generalstaatsanwaltschaft UN-Experten eingeladen, an der Untersuchung der Massenunruhen in der kasachischen Stadt Schanaosen teilzunehmen.

    In der Stadt Schanaosen, wo die Ölarbeiter bereits seit sechs Monaten für höhere Löhne demonstrieren, sind bei den Krawallen am 16. Dezember laut jüngsten Angaben fünfzehn Menschen ums Leben gekommen, Dutzende sind verletzt worden. Die Stadtverwaltung sowie Hotels, das Gebäude einer Ölfirma und zahlreiche Autos wurden von den aufgebrachten Ölarbeitern angezündet.

    Eine im Internet veröffentlichte private Videoaufnahme zeigt, wie Polizisten auf die vor ihnen fliehende Menschenmenge schießen.

    Wie der Kommandant der Stadt Schanaosen mitteilte, hat das Sicherheitsdepartement der Staatsanwaltschaft eine eigene Untersuchung der Rechtmäßigkeit der Anwendung von Schusswaffen durch Angehörige der Rechtsschutzbehörden eingeleitet. Am Donnerstag hat sich Aschat Daulbajew mit Armen Arutjunjan, dem Menschenrechtsbeauftragten des UN-Oberkommissars in Zentralasien, getroffen und UN-Experten eingeladen, am Untersuchungsprozess teilzunehmen.

    Der kasachische Präsident Nursultan Nasarbajew hat nach den Krawallen am 17. Dezember über Schanaosen per Erlass den Ausnahmezustand bis zum 5. Januar 2012 verhängt. Angaben der Generalstaatsanwaltschaft vom Montag zufolge normalisiert sich die Situation in der Stadt allmählich. Nach den Worten des Außenministers von Kasachstan, Jerschan Kasychanow, kann die Sperrstunde vorfristig aufgehoben werden.

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