07:27 24 Februar 2018
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    Russlands Zentralbankchef Ignatjew sieht kein höheres politisches Risiko für Rubel-Kurs

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    Russlands Zentralbankchef Sergej Ignatjew rechnet nicht mit höheren politischen Risiken in Russland, wobei die bestehenden Risiken bereits im Rubelkurs berücksichtigt sind, so der Bankchef.

    Russlands Zentralbankchef Sergej Ignatjew rechnet nicht mit höheren politischen Risiken in Russland, wobei die bestehenden Risiken bereits im Rubelkurs berücksichtigt sind, so der Bankchef.

    "Diese Risiken sind bereits im Wechselkurs des Rubel mit berücksichtigt. Ich glaube nicht, dass die politischen Risiken künftig stärker werden als jetzt", sagte Ignatjew am Donnerstag vor der Presse in Moskau. Er rechne auch mit einer verhältnismäßig stabilen Situation auf dem Devisenmarkt im kommenden Jahr. "Ich erwarte keine jähen Schwankungen des Wechselkurses", sagte er.

    Die Inflation in Russland bleibe ungeachtet einer gewissen Abwertung des Rubel recht niedrig. "Aber die Herbst-Abwertung wird die Inflation im Januar 2012 möglicherweise etwas anpeitschen", sagte der Bankier.

    Die Wahrscheinlichkeit eines Zerfalls der Eurozone schätzte Ignatjew als extrem gering ein. "Ich bin sicher, dass sich die Politiker einigen werden… Ich glaube nicht, dass die Eurozone zusammenbricht." Dennoch sei die russische Zentralbank auf alles gefasst, sagte er.

    Im November und Dezember wurden Spekulationen darüber verbreitet, dass die Eurozone auf ihr Ende zusteuere. Mehrere Anleger diskutieren mit allem Ernst über konkrete Termine des Untergangs der europäischen Währungsunion. Grund für die Spekulationen waren unter anderem Äußerungen des Ex-Chefs der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE), Jacques Attali, wonach der Euro das Weihnachtsfest 2012 nicht überlebt.

    Der EU-Gipfel vom 8./9. Dezember konnte die Märkte etwas beruhigen. Führende EU-Politiker erklärten, dass sie alle nur möglichen Anstrengungen für den Erhalt der Eurozone unternehmen werden.

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