15:40 21 September 2018
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    Moskau strebt Lösung der Syrien-Krise auf UN-Parkett an

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    Unruhen in Syrien (3838)
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    Russland, das bereits zwei Syrien-Resolutionen im UN-Sicherheitsrat mit seinem Veto blockiert hat, ist laut Außenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch bereit, im Rahmen der Vereinten Nationen weiter nach einer Lösung der syrischen Krise zu suchen.

    Russland, das bereits zwei Syrien-Resolutionen im UN-Sicherheitsrat mit seinem Veto blockiert hat, ist laut Außenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch bereit, im Rahmen der Vereinten Nationen weiter nach einer Lösung der syrischen Krise zu suchen. 

    Der Resolutionsentwurf zu Syrien, den die UN-Vollversammlung am gestrigen Donnerstag verabschiedet hat, wiederhole im Grunde jene Resolution des Weltsicherheitsrats, die Russland und China am 4. Februar blockiert haben, sagte Lukaschewitsch am Freitag in Moskau. Die Resolution sei zu einseitig gewesen und habe für die Ereignisse in Syrien allein die Regierung verantwortlich gemacht.

    „Dennoch sind wir bereit, gemeinsam mit unseren internationalen Partnern auf dem UN-Parkett nach einer allgemein annehmbaren Formel für eine Beilegung der Syrien-Krise zu suchen.“ Die Interessen des syrischen Volkes, Frieden und Sicherheit in der Region müssten dabei im Vordergrund stehen.

    In Syrien dauern seit rund elf Monaten gewaltsame Proteste gegen Präsident Assad an, der zwar Reformen angekündigt hat, jedoch Gewalt gegen die Gegner einsetzt. Laut UN-Angaben sind bei den Gefechten bereits 5400 Menschen getötet worden. Nach Darstellung der syrischen Behörden kämpft die Armee gegen gut bewaffnete Extremisten.

    Am 4. Februar hatten Russland und China einen von Marokko und anderen Staaten vorgelegten Resolutionsentwurf zu Syrien mit einem Veto blockiert. Dies war bereits die zweite Syrien-Resolution, die im Weltsicherheitsrat am Widerstand Russlands und Chinas scheiterte. Im Oktober hatten beide Staaten schon einmal einen Resolutionsentwurf, der einen internationalen Waffengang gegen das Assad-Regime nicht ausschloss, abgelehnt, um das „libysche Szenario" in Syrien zu verhindern.

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