01:21 20 Juli 2018
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    Merkels Zustimmung für Gauck: Niederlage oder Beweis ihrer politischen Größe?

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    Die Zustimmung der Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Nominierung von Joachim Gauck als Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten hat eine Diskussion darüber ausgelöst, ob sie damit ihre Niederlage eingesteht oder ihre politische Größe beweist.

    Die Zustimmung der Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Nominierung von Joachim Gauck als Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten hat eine Diskussion darüber ausgelöst, ob sie damit ihre Niederlage eingesteht oder ihre politische Größe beweist.

    Wie die „Süddeutsche Zeitung“ feststellt, hat Merkel dem Druck der Freien Demokraten nachgegeben, die Gauck unterstützt hatten. Die CDU habe die Kandidatur von Gauck bis zum letzten Augenblick abgelehnt, weil sie darin ein Eingeständnis der Fehler der Regierungspartei
    gesehen habe.

    „Es ist ein Affront, denn in der FDP-Spitze weiß man, wie heikel die Personalie Gauck für die Kanzlerin ist. Sollte er abermals antreten, würde das wohl als indirektes Eingeständnis Merkels gewertet, 2010 den falschen Mann zum Präsidenten gemacht zu haben“, schreibt „Der Spiegel“.

    Indessen hatte der am Freitag zurückgetretene Bundespräsident Christian Wulff, den Merkel im Wahlkampf 2010 gegen Gauck unterstützte, gegen Ende seiner Amtszeit die Unterstützung von 84 Prozent der deutschen Bürgerinnen und Bürger eingebüßt.

    In der Vorstellung der Bundesbürger ist der 72-jährige Gauck ein Freiheitskämpfer und Ex-DDR-Dissident, der entscheidend zur Offenlegung der Stasi-Akten beigetragen hat. Laut einer Umfrage der „Bild-Zeitung“ wird Gauck von 54 Prozent der Einwohner Deutschlands unterstützt.

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