23:03 20 Juni 2018
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    EU sieht Nordkoreas Teststopp für Atomwaffen als ersten Schritt in richtige Richtung

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    Streit um Nordkorea-Atomprogramm (236)
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    Die Europäische Union begrüßt laut dem Pressedienst der EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton den Beschluss Nordkoreas, die Atomwaffentests zeitweilig einzustellen.

    Die Europäische Union begrüßt laut dem Pressedienst der EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton den Beschluss Nordkoreas, die Atomwaffentests zeitweilig einzustellen.

    „Wenn dies sich bestätigen und verwirklicht werden wird, werden diese Aktivitäten zum ersten Schritt in der richtigen Richtung“, sagte Ashton zu der am Mittwoch von Washington und Pjöngjang erreichten Vereinbarung, wonach sich Nordkorea bereit erklärte, seine Aktivitäten im militärischen und nuklearen Bereich einzuschränken und im Austausch gegen amerikanische Lebensmittelhilfe auf Atomwaffentests zu verzichten.

    Die EU sei bereit, die Zusammenarbeit mit ihren ausländischen Partnern und Nordkorea auf der Suche nach der Gewährleistung eines festen Friedens und von Stabilität auf der Koreanischen Halbinsel fortzusetzen, hieß es.

    Auch das US-Außenministerium versicherte am Mittwoch, auf einen weiteren Fortschritt bei den Verhandlungen mit Nordkorea in enger Zusammenarbeit mit Russland und anderen Teilnehmern der Sechser-Verhandlungen hin zu arbeiten.

    „Dies sind positive, aber recht bescheidene Schritte, die vorläufig erst die Tür für die Aufnahme der Sechser-Verhandlungen eröffnen. Wir haben mehr als einmal gesagt, dass Verhandlungen um der Verhandlungen willen uns nicht interessieren“, verlautete es aus der US-Administration.

    Wie ein Vertreter der US-Administration, der anonym bleiben wollte, in einem kurzen Telefongespräch mit RIA Novosti mitteilte, kommt es jetzt auf die Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Teilnehmer der Sechser-Verhandlungen an, um einen realen und stabilen Fortschritt zu erreichen. „China und Russland sind lebenswichtig“, sagte der Gesprächspartner der RIA Novosti.

    Die Atomwaffen- und Raketenprogramme Nordkoreas stoßen weltweit auf Kritik. 2003 hatten Südkorea, China, Russland, Japan und die USA in Peking die Sechser-Verhandlungen zum nordkoreanischen Atom-Programm aufgenommen, die Ende 2008 eingestellt wurden.

    Südkorea und die USA fordern von Nordkorea, jegliche Aktivitäten im Atombereich (einschließlich Urananreicherung) zu stoppen und Inspekteuren der Internationalen Atomenergiebehörde die Kontrolle über die Atomobjekte des Landes zu ermöglichen. Außerdem soll Pjöngjang seine Programme zur Entwicklung von Massenvernichtungswaffen einstellen.

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