01:40 24 Februar 2018
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    Kreml rät Kirgistans Präsident von der Suche nach Feinden unter Freunden ab

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    Der Kreml hat Kirgistans Präsident Almasbek Atambajew empfohlen, sich auf die Lösung innerer Probleme zu konzentrieren, statt nach Feinden unter Freunden zu suchen.

    Der Kreml hat Kirgistans Präsident Almasbek Atambajew empfohlen, sich auf die Lösung innerer Probleme zu konzentrieren, statt nach Feinden unter Freunden zu suchen.

    Die Lösung von Armutsproblemen in der zentralasiatischen Republik wäre besser als die Suche nach Feinden, insbesondere unter Nachbarn, Freunden und Verbündeten, sagte ein ranghoher Mitarbeiter der Präsidialverwaltung am Donnerstag in Moskau. Er nahm Stellung zur jüngsten Erklärung Atambajews, nach der sich Geheimdienste Russlands und Kasachstans in die inneren Angelegenheiten Kirgistans einmischen.

    "Bevor Ansprüche gegenüber seinen Partnern zu erheben, hätte Präsident Atambajew darüber klarkommen sollen, welche ausländische Militärobjekte sich auf dem Territorium seines Landes befinden", sagte der Kreml-Vertreter.

    Vor einigen Tagen hatte Atambajew in einem Interview der Moskauer Tageszeitung "Kommersant" erklärt, dass weder Russland noch Kirgistan den russischen Luftstützpunkt im kirgisischen Kant brauchen. Dieser Stützpunkt sei ein ehrgeiziges Projekt der russischen Generalität, er erfülle überhaupt keine Funktionen. Dabei zahle Russland sei vier Jahren keine Pacht dafür. Diese Situation komme Kirgistan nicht zupasse, sagte Atambajew.

    Später stellte sich heraus, dass der Präsident den Luftstützpunkt Kant mit zwei anderen russischen Militärobjekten in Kirgistan verwechselt hatte.