03:46 21 September 2018
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    Kundgebungskarussell in Moskau nimmt kein Ende

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    Präsidentenwahl 2012 in Russland (264)
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    Die Kundgebungsstimmung in Moskau lässt nicht nach: Nach der Präsidentenwahl am kommenden Sonntag wollen wieder Gegner und Anhänger von Regierungschef und Präsidentenkandidat Wladimir Putin auf die Straße gehen.

    Die Kundgebungsstimmung in Moskau lässt nicht nach: Nach der Präsidentenwahl am kommenden Sonntag wollen wieder Gegner und Anhänger von Regierungschef und Präsidentenkandidat Wladimir Putin auf die Straße gehen.

    Oppositionelle Organisationen rufen ihre Anhänger am 5. März auf den Puschkin-Platz im Zentrum Moskaus. Die Stadtleitung hat die Kundgebung genehmigt, wie der stellvertretende Bürgermeister Alexander Gorbenko mitteilte. Weil zwischen 10000 und 30000 Demonstranten erwartet würden, müssten mehrere Straßen gesperrt werden. Dies bestätigte auch Sergej Udalzow von der oppositionellen Linken Front. 

    Kreml-freundliche Jugendorganisationen wollen bereits am Wahltag am Lubjanka-Platz, direkt vor dem Hauptquartier des Inlandsgeheimdienstes FSB, eine zweitägige Aktion unter dem Motto „Die Wahl ist gefallen“ anfangen, wie Maxim Mischtschenko vom „Stab der Einheitshandlungen“ mitteilte. Nach seinen Worten sind 800 Teilnehmer angemeldet.  

    Oberbürgermeister Sergej Sobjanin versicherte, die Stadtleitung würde ihr Bestes für den „Komfort“ der beiden Demonstrantenlager tun.

    Russland wählt am 4. März einen neuen Präsidenten. Um das höchste Staatsamt kämpfen fünf Kandidaten: Wladimir Putin („Geeintes Russland“), Gennadi Sjuganow (Kommunistische Partei), Sergej Mironow ("Gerechtes Russland"), Wladimir Schirinowski (Liberaldemokratische Partei) und der Milliardär Michail Prochorow.

    Wladimir Putin ist Vorsitzender der Kreml-Partei Geeintes Russland, die bei der jüngsten Parlamentswahl vom 4. Dezember nach Behördenangaben eine Mehrheit der Stimmen erkämpft hat. Obwohl die Regierungspartei deutlich schwächer als 2007 abgeschnitten und ihre Zweidrittelmehrheit im Parlament verloren hatte, bezeichnete die Opposition das Wahlergebnis als manipuliert und rief ihre Anhänger auf die Straße. In Moskau und vielen anderen Städten kam es in den vergangenen Monaten zu zahlreichen Protesten.

    An einer Demo am 24. Dezember in Moskau nahmen nach amtlichen Angaben bis zu 30000 Menschen teil. Am 4. Februar kamen nach Behördenangaben 34000 Putin-Gegner zu der oppositionellen Kundgebung „Für faire Wahlen“. Zugleich veranstalteten Putin-Unterstützer in einem anderen Teil Moskaus eine Aktion mit 140000 Teilnehmern. Am Donnerstag voriger Woche waren bei einer Demo im Moskauer Luschniki-Stadion nach Polizeiangaben rund 130000 Menschen zur Unterstützung Putins versammelt. Am Sonntag bildeten Anhänger und Gegner Putins in Moskaus Stadtkern Menschenketten.

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