14:13 11 Dezember 2017
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    Saakaschwili: Keine Beziehungen zu Russland vor „Rückgabe“ von Abchasien und Südossetien

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    Konflikt zwischen Russland und Georgien (78)
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    Als Hauptbedingung für die Wiederherstellung der Beziehungen mit Russland hat der georgische Präsident Michail Saakaschwili den Abzug der russischen Truppen von den georgischen Territorien sowie die Annullierung der Anerkennung der Unabhängigkeit von Abchasien und Südossetien durch Russland genannt, meldet die Agentur Novosti-Georgien am Samstag.

    Als Hauptbedingung für die Wiederherstellung der Beziehungen mit Russland hat der georgische Präsident Michail Saakaschwili den Abzug der russischen Truppen von den georgischen Territorien sowie die Annullierung der Anerkennung der Unabhängigkeit von Abchasien und Südossetien durch Russland genannt, meldet die Agentur Novosti-Georgien am Samstag.

    „Die diplomatischen Beziehungen zu Russland wurden nach den bekannten Ereignissen von 2008 automatisch abgebrochen. Und sie werden automatisch wiederhergestellt, sobald Russland unsere Souveränität und die Grenzen des einheitlichen Georgiens anerkennt“, teilte Saakaschwili auf dem Militärstützpunkt Wasiani Journalisten mit.

    „Wir sind bereit, mit jeder russischen Regierung bestimmte Themen zu behandeln, die nicht gegen andere auszuwechseln sind. Wenn Russland einen Dialog wünscht, soll es ihn mit dem georgischen Volk führen, für das die einzige Vorbedingung das Ende der Okkupation des georgischen Territoriums ist“, fügte Saakaschwili an. 

    Am Vortag hatte Russlands Präsident Dmitri Medwedew das Außenministerium angewiesen, im Gegenzug auf eine Visums-Initiative Georgiens auf die Wiederherstellung der diplomatischen Beziehungen zu Georgien sowie auf die Aufhebung der Visumspflicht für die georgischen Bürger hinzuarbeiten.

    Zwischen Russland und Georgien gibt es seit 2008 keine diplomatischen Beziehungen. Im August 2008 hatte Georgien Truppen in seine seit 1991 abtrünnige Provinz Südossetien geschickt, um diese zurückzuerobern. Der Angriff, bei dem die südossetische Hauptstadt Zchinwali weitgehend zerstört und zahlreiche Zivilisten sowie russische Friedenssoldaten getötet wurden, konnte erst nach der Intervention russischer Truppen abgewehrt werden.

    Nach dem Fünf-Tage-Krieg erkannte Russland Südossetien sowie den anderen De-facto-Staat in Georgien, Abchasien, als unabhängig an. Georgiens Präsident Saakaschwili brach daraufhin die diplomatischen Beziehungen mit Moskau ab. Tiflis bezeichnet die beiden Regionen als „besetzte Gebiete“.

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