Widgets Magazine
19:35 20 Oktober 2019
SNA Radio
    Politik

    Erste Festnahmen bei nicht genehmigten Protestdemos in Moskau und St. Petersburg

    Politik
    Zum Kurzlink
    Kundgebungen und Protestdemos nach der Präsidentenwahl in Russland (104)
    0 01
    Abonnieren

    Anhänger und Gegner des am Sonntag zum Präsidenten gewählten Regierungschefs Wladimir Putin demonstrieren am Montag auf zentralen Plätzen der beiden größten russischen Städte Moskau und St. Petersburg.

    Anhänger und Gegner des am Sonntag zum Präsidenten gewählten Regierungschefs Wladimir Putin demonstrieren am Montag auf zentralen Plätzen der beiden größten russischen Städte Moskau und St. Petersburg.

    Nach polizeilichen Angaben wurden auf dem Moskauer Lubjanka-Platz bereits etwa 50 Personen festgenommen, darunter der Skandalautor Eduard Limonow. Die Opposition sprach von 100 Festnahmen. "Bei den Festgenommenen handelt es sich um Anhänger des verbotenen National-Bolschewistischen Partei. Sie wollten eine von den Stadtbehörden nicht genehmigte Protestkundgebung durchführen", hieß es.

    Festnahmen werden auch aus der Newa-Metropole St. Petersburg gemeldet. Vor dem Gebäude des Stadtparlaments wollten rund 800 Oppositionelle gegen das ihrer Ansicht gefälschte Ergebnis der Präsidentenwahl vom vergangenen Sonntag protestieren. Die Polizei musste etwa 70 Menschen vorübergehend festnehmen.

    Bei den Festgenommenen in Moskau und St. Petersburg handelt sich ausschließlich um Teilnehmer nicht genehmigter Aktionen. Die von den Behörden genehmigten Kundgebungen verlaufen nach polizeilichen Angaben weitgehend friedlich. Bislang wurden keine ernstzunehmenden Zwischenfälle registriert.

    In Moskau versammelten sich Putins Anhänger auf dem zentralen Manegeplatz - etwa 100 000 Menschen. Vertreter der Regierungspartei Geeintes Russland riefen Putins einstige Rivalen auf, Anstrengungen im Interesse des Aufbaus eines starken Russland zu vereinigen. Für die nächste Zeit plane Geeintes Russland keine Manifestationen mehr, hieß es. Nach offiziellen Angaben der Zentralen Wahlkommission hatte Putin nach der Auswertung der 100 Prozent der Wahlzettel 63,6 Prozent der Stimmen erhalten.

    Die größte Kundgebung der Opposition findet auf dem Puschkin-Platz statt. "Die Opposition soll dem Land eine Alternative zur gegenwärtigen Macht vorschlagen", sagte Grigori Jawlinski, einer der Begründer der Partei Jabloko, vor etwa 14 000 Anhängern.

    "Wir müssen eine Alternative anbieten. Die Politik beginnt erst, wenn die Gegner des Systems und des Regimes eine richtige Alternative präsentieren", sagte der Politiker auf der Kundgebung "Für faire Wahlen". "Wir werden die Machthaber bald dazu zwingen, eine Neuwahl auszutragen, und dabei gewinnen", betonte Jawlinski. Die Wahlleitung hatte dem Politiker die Registrierung als Präsidentenkandidat verweigert.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Kundgebungen und Protestdemos nach der Präsidentenwahl in Russland (104)