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    Todesurteil nach Metro-Attentat: Europarat wirft Minsk Menschenrechtsverstoß vor

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    Explosion in der Minsker Metro (47)
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    Der Generalsekretär des Europarates, Thorbjörn Jagland, hat am Donnerstag die abschlägige Entscheidung des weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko zum Gnadenantrag für Dmitri Konowalow und Wladislaw Kowaljow scharf kritisiert, die wegen Bombenanschlag im April 2011 in der Minsker U-Bahn zum Tode verurteilt worden waren. Das geht aus einem Kommuniqué des Europarates hervor.

    Der Generalsekretär des Europarates, Thorbjörn Jagland, hat am Donnerstag die abschlägige Entscheidung des weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko zum Gnadenantrag für Dmitri Konowalow und Wladislaw Kowaljow scharf kritisiert, die wegen eines Bombenanschlags im April 2011 in der Minsker U-Bahn zum Tode verurteilt worden waren. Das geht aus einem Kommuniqué des Europarates hervor.

    Der weißrussische Präsident hatte am Mittwoch eine Begnadigung der beiden Verurteilten abgelehnt.

    „Weißrussland ist das einzige Land Europas, in dem Menschen heute noch hingerichtet werden. Die weißrussische Regierung verletzt die Menschenrechte und die demokratischen Normen und isoliert damit ihr Land und ihr Volk immer mehr von der übrigen Welt“, heißt es in dem Dokument.

    Der Vorsitzende der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE), Jean-Claude Mignon, die PACE-Berichterstatter für Weißrussland und die Mitglieder der PACE-Arbeitsgruppe zur Todesstrafe riefen die weißrussischen Behörden am Donnerstag auf, die verhängten Todesurteile nicht zu vollstrecken.

    „Nachdem Präsident Lukaschenko die Begnadigung der beiden jungen Männer abgelehnt hat, befürchten wir, dass das Unumkehrbare jederzeit erfolgen kann. Unsere ablehnende Haltung gegen das Prinzip der Todesstrafe als solches und zahlreiche Bedenken hinsichtlich der Gerechtigkeit des genannten Prozesses bewegen uns dazu, die weißrussischen Behörden offiziell aufzurufen, Konowalow und Kowaljow nicht hinzurichten“, heißt es in einer Erklärung der PACE.

    Bei dem Terroranschlag vom 11. April 2011 in der Minsker U-Bahn waren 15 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 200 verletzt worden.

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