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    Nach Terroranschlag in Minsk: Beide Verurteilten hingerichtet

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    Explosion in der Minsker Metro (47)
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    Dmitri Konowalow und Wladislaw Kowaljow, die im Minsker Terrorprozess zur Todesstrafe verurteilt wurden, sind am Samstag hingerichtet worden. Das teilte das staatliche weißrussische Fernsehen in den Abendnachrichten mit.

     Dmitri Konowalow und Wladislaw Kowaljow, die im Minsker Terrorprozess zur Todesstrafe verurteilt wurden, sind am Samstag hingerichtet worden. Das teilte das staatliche weißrussische Fernsehen in den Abendnachrichten mit.

    Bei dem Anschlag vom 11. April 2011 in der Minsker Metro waren 15 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 300 zum Teil schwer verletzt worden.


    Das Oberste Gericht Weißrusslands hatte die beiden Tatverdächtigen, Wladislaw Kowaljow und den Hauptangeklagten Dmitri Konowalow, am 30. November schuldig gesprochen und zur Todesstrafe durch Erschießen verurteilt. Der Beschluss des Obersten Gerichts gilt als endgültig und nicht berufungsfähig.


    Der zum Tode verurteilte Wladislaw Kowaljow hatte nach amtlichen Angaben in dieser Woche ein Begnadigungsgesuch eingereicht. Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko gab jedoch dem Begnadigungsgesuch nicht statt.


    Der Hauptangeklagte Dmitri Konowalow, der schuldig gesprochen wurde, den Terroranschlag organisiert zu haben, hat es abgelehnt, den Präsidenten um eine Begnadigung zu bitten.


    Das Gericht betrachtete es als bewiesen, dass Konowalow den Sprengsatz in die Metro gebracht und gezündet hatte. Kowaljow hatte vom geplanten Terrorakt Bescheid gewusst, die zuständigen Organe jedoch nicht darüber informiert.


    Während des Prozesses gestand Konowalow seine Schuld am Sprengstoffanschlag in der Metro und an einem anderen Terrorakt am 3. Juli 2008 in Minsk. Kowaljow gestand zwar seine Schuld, über den geplanten Terrorakt nicht informiert zu haben, wies aber die Anschuldigungen zurück, die Terrorwaffe versteckt und sich am Sprengstoffanschlag beteiligt zu haben.


    Ljubow Kowaljowa, Mutter von Wladislaw Kowaljow, hatte zuvor am Samstag Journalisten mitgeteilt, eine amtliche Mitteilung bekommen zu haben, dass das Todesurteil an ihrem Sohn vollstreckt worden ist. Nach ihren Worten hat sie die Mitteilung, datiert mit dem 16. März, am Samstag erhalten. „Das bedeutet, dass sie ihn möglicherweise schon früher erschossen haben. Vielleicht am 15. März“, sagte Ljubow Kowaljowa.

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