07:52 21 Februar 2018
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    „Nesawissimaja gaseta“: Moskau an guten Kontakten mit Gauck interessiert

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    Der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck ist bekannt durch die Schwerpunkte, die er auf die Ideen von Freiheit und Demokratie sowie durch seine Intoleranz in Bezug auf deren Ausbleiben legt, schreibt die Tageszeitung „Nesawissimaja gaseta“ am Dienstag im Zusammenhang mit der Wahl des von Joachim Gauck zum neuen Bundespräsidenten.

    Der ehemalige DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck ist bekannt durch die Schwerpunkte, die er auf die Ideen von Freiheit und Demokratie sowie durch seine Intoleranz in Bezug auf deren Ausbleiben legt, schreibt die Tageszeitung „Nesawissimaja gaseta“ am Dienstag im Zusammenhang mit der Wahl des von Joachim Gauck zum neuen Bundespräsidenten.

    „ Einige deutsche Kommentatoren sind der Ansicht, dass er als Bundespräsident bei seinen kritischen Äußerungen hin und wieder undiplomatisch sein kann. Nicht ausgeschlossen, dass dies auch für die russischen Umstände gelten wird, die sowohl für Politiker, als auch für Medien in Deutschland ein Thema sind“, führt das Blatt weiter aus. „Wie dem auch sei: Moskau ist eindeutig auf eine positive Zusammenarbeit mit dem neuen Bundespräsidenten eingestellt. Kontakte zwischen dem Kreml und Bellevue spielen eine bedeutende Rolle (...) In seiner Grußbotschaft an Gauck „äußert Medwedew seine Hoffnung darauf, dass die russisch-deutsche strategische Partnerschaft im Interesse unserer Völker und Staaten weiter gefestigt und intensiviert werden“.

    „In Kommentaren aus den politischen Kreisen Berlins wird im Zusammenhang mit dem Amtsantritt Gaucks viel darüber spekuliert, wie sich seine Beziehungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel gestalten werden“, schreibt das Moskauer Blatt. „Im Unterschied zu seinen Vorgängern schuldet Gauck der Bundeskanzlerin nichts. Mit den Oppositionsparteien ist er ebenfalls nicht mit der Nabelschnur einer Mitgliedschaft verbunden, obgleich er von ihnen nominiert wurde.“

    „Beobachter aus dem linken Spektrum sind darüber besorgt, dass bei dem besonderen Interesse Gaucks für die individuelle Freiheit und die Zivilgesellschaft in seiner Tätigkeit als Präsident die Thematik der sozialen Gerechtigkeit in den Hintergrund rücken könnte“, stellt die Zeitung fest. „Es wird erwartet, dass er seine Ansichten in seiner großen Rede erläutern wird, die er am Freitag bei der Vereidigung in einer gemeinsamen Sitzung des Bundestags und des Bundesrats halten soll.“

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