02:21 24 September 2018
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    „Kommersant“: WZIOM-Umfragen prophezeien Flaute für Protestbewegung

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    Kundgebungen und Protestdemos nach der Präsidentenwahl in Russland (104)
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    Den jüngsten Umfragen des staatlichen russischen Meinungsforschungsinstituts WZIOM zufolge ist die Protestbewegung, die für faire Wahlen in Russland kämpft, am Abflauen, schreibt die Tageszeitung „Kommersant“ am Donnerstag.

    Den jüngsten Umfragen des staatlichen russischen Meinungsforschungsinstituts WZIOM zufolge ist die Protestbewegung, die für faire Wahlen in Russland kämpft, am Abflauen, schreibt die Tageszeitung „Kommersant“ am Donnerstag.


    „Der Höhepunkt der Popularität von Oppositionskundgebungen liegt hinter uns, die Welle von Proteststimmungen geht zurück, bald gibt es keine Kundgebungen mehr“ – diese Meinung vertreten 38 Prozent der Befragten. Weitere 39 Prozent sind der Auffassung, dass die Kundgebungen zwar fortgesetzt werden, aber nicht mehr in dem bisherigen massiven Umfang. Neun Prozent meinen, dass die Popularität der Oppositionskundgebungen wieder wachsen wird.


    WZIOM-Generaldirektor Valeri Fjodorow führt den Wandel in den Stimmungen darauf zurück, dass „der potentielle Anlass“ für die Kundgebungen bereits vorbei  ist. „Die Veranstalter der Kundgebungen hatten ‚faire Wahlen’ gefordert, und die Regierung hat darauf mit der Aufstellung von Webcams und einer Mobilisierung von Beobachtern reagiert“, sagte er. „Die zweite Ursache: Im Unterschied zu dem vagen Wahlergebnis der Partei Geeintes Russland bei der Staatsduma-Wahl steht das Resultat von Wladimir Putin außer Zweifel.“


    Die Opposition hingegen ist der Ansicht, dass die öffentliche Meinung durch „Konterpropaganda, die der Kreml vom Zaun gebrochen hat“ beeinflusst ist und warnen, dass „wenn die Preise steigen, bereits andere Leute demonstrieren gehen“ würden, heißt es im Beitrag.

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