00:59 25 September 2018
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    Nach Nordkoreas angekündigtem Raketenstart: Obama reist in entmilitarisierte Zone - „Moskowskije Nowosti“

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    US-Präsident Barack Obama wird am Sonntag die entmilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea besuchen, schreibt die Zeitung „Moskowskije Nowosti“ am Donnerstag

    US-Präsident Barack Obama wird am Sonntag die entmilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea besuchen, schreibt die Zeitung „Moskowskije Nowosti“ am Donnerstag.

    Die Ankündigung des Weißes Hauses erfolgte nach der Bekanntgabe Nordkoreas über den baldigen Start einer Weltraumrakete. Laut dem Berater des US-Präsidenten für Asien-Fragen, Daniel Russell, wird Obamas Besuch die militärischen Bande zwischen Washington und Seoul untermauern.

    Pjöngjangs Bekanntgabe über den Start einer mehrstufigen Rakete mit einem Satelliten sorgte bei vielen Nachbarländern für große Beunruhigung. Der südkoreanische Präsident Lee Myung-bak will dieses Thema bei einem Treffen am Rande des Atomgipfels mit seinen Amtskollegen aus China, Russland, den USA und Japan besprechen, der am Montag in Seoul eröffnet wird. Viele Experten sind der Ansicht, dass Nordkorea in Wahrheit den Test einer Militärrakete plant.

    Pjöngjang will den Beobachtungssatelliten Kwangmyongsong-3 anlässlich des 100. Geburtstags des früheren Staatschefs Kim Il Sung (15. April) ins All schießen. Der Start soll zwischen dem 12. und dem 16. April erfolgen. Die erste Raketenstufe soll südlich der Korea-Halbinsel im Gelben Meer und die zweite Stufe 3000 Kilometer entfernt, östlich der Philippinen niedergehen. Japan kündigte bereits an, dass es bei einer Bedrohung seiner Sicherheit die nordkoreanische Rakete mit Patriot-Raketen abfangen werde.

    Nordkorea hatte bereits April 2009 für großes Aufsehen und Empörung gesorgt, als es den erfolgreichen Start des Kommunikationssatelliten Kwangmyongsong-2 bekannt gab. Nach Angaben des US-Militärs war die erste Raketenstufe ins Japanische Meer und die restlichen in den Pazifik gefallen. Der nordkoreanische Satellit sei nicht auf der Umlaufbahn aufgetaucht. Anschließend untersagte der Weltsicherheitsrat Pjöngjang die Starts von ballistischen Raketen. Nordkorea führte daraufhin einen unterirdischen Atomtest durch und stieg aus den Atomverhandlungen aus.

    Gleichzeitig mit der Ankündigung des Raketenstarts lud Pjöngjang Experten der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) zur Besichtigung seiner Atomanlagen ein. Sie waren nach den Ereignissen 2009 des Landes verwiesen worden. Ende Februar hatten sich Pjöngjang und Washington darauf verständigt, dass Nordkorea die Atomtests und die Urananreicherung im Tausch gegen Lebensmittelhilfe einstellt. Laut Pjöngjang verstößt der Satellitenstart nicht gegen diese Abmachung. Washington ist jedoch anderer Ansicht. Laut südkoreanischen Experten könnte Nordkorea wie 2009 nach dem Raketenstart einen Atomtest durchführen.

    Der Nuklear-Streit mit Nordkorea wird eines der Hauptthemen beim Atomgipfel in Seoul sein.

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