02:03 23 Oktober 2018
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    Lawrow wird in Armenien und Aserbaidschan über Berg-Karabach-Problem sprechen

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    Karabach-Konflikt (134)
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    Der russische Außenminister Sergej Lawrow wird Anfang April Armenien und Aserbaidschan besuchen, wo er das Berg-Karabach-Problem besprechen wird, wie auf der Webseite des Außenministeriums mitgeteilt wird.

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow wird Anfang April Armenien und Aserbaidschan besuchen, wo er das Berg-Karabach-Problem besprechen wird, wie auf der Webseite des Außenministeriums mitgeteilt wird.

    Der Armenien-Besuch Lawrows ist für den 2. und 3. April geplant. Der russische Außenminister wird mit Armeniens Präsident Sersch Sargssjan, Premierminister Tigran Sarkissjan und dem Vorsitzenden der Nationalversammlung (Parlament) Samwel Nikojan zusammentreffen. Geplant sind  auch Verhandlungen mit dem armenischen Außenminister Edward Nalbandjan.

    Vom dritten bis vierten April wird Lawrow in Aserbaidschan weilen, wo er sich mit dem Präsidenten der Aserbaidschanischen Republik Ilcham Alijew, dem Premierminister Artur Rasi-sade und dem Vorsitzenden der Milli Medschlis (Parlament) Oktai Assadow treffen wird. Es werden ausführliche Gespräche mit dem aserbaidschanischen Außenminister Elmar Mamedjarow stattfinden.

    „Während der Verhandlungen in Jerewan und Baku werden die Seiten Meinungen zur Berg-Karabach-Problematik austauschen“, heißt es auf der Webseite des russischen Außenministeriums. 

    Der Konflikt in der Region Berg-Karabach, die hauptsächlich von Armeniern bewohnt wird und völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehört, war im Februar 1988 ausgebrochen, nachdem das Autonome Gebiet Berg-Karabach den Austritt aus dem Staatsverband der damaligen Aserbaidschanischen Sowjetrepublik verkündet hatte.

    Im September 1991 rief die Provinz die Gründung der Republik Berg-Karabach aus, zu dem die frühere autonome Region und einige benachbarte, von Armeniern bewohnte Gebiete gehörten.

    Baku erklärte diesen Schritt für gesetzwidrig und ließ die Autonomie von Karabach aufheben. Daraufhin kam es zu bewaffneten Auseinandersetzungen. Die Karabach-Armenier wurden von der armenischen Diaspora unterstützt, während Aserbaidschan mit Gewalt versuchte, die Abspaltung der Region zu verhindern.

    Am 12. Mai 1994 trat ein Waffenstillstandsabkommen in Kraft. Aserbaidschan verlor die Kontrolle über Berg-Karabach sowie über sieben weitere benachbarte Kreise.

    Verhandlungen über eine friedliche Beilegung des Konflikts werden seit 1992 im Rahmen der Minsker OSZE-Gruppe geführt. Ko-Vorsitzende bei den Friedensverhandlungen sind die USA, Russland und Frankreich.

    Aserbaidschan besteht auf der Beibehaltung der territorialen Integrität des Landes. Armenien nimmt die Interessen von Berg-Karabach wahr, das selbst keine Verhandlungspartei ist.

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