05:40 25 September 2016
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Arabischer Frühling soll von Palästina-Israel-Konflikt ablenken Diplomat

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Die Folgen des so genannten Arabischen Frühlings, der viele Länder des Nahen Osten und Nordafrikas betroffen hat, lenken die Aufmerksamkeit der Weltgemeinschaft laut dem libanesischen Geschäftsträger a.i. in Russland, Fadi Hadsch Ali, von der Lösung des wichtigsten Nahost-Problems - dem Konflikt zwischen Palästina und Israel - ab.

Die Folgen des so genannten Arabischen Frühlings, der viele Länder des Nahen Osten und Nordafrikas betroffen hat, lenken die Aufmerksamkeit der Weltgemeinschaft laut dem libanesischen Geschäftsträger a.i. in Russland, Fadi Hadsch Ali, von der Lösung des wichtigsten Nahost-Problems - dem Konflikt zwischen Palästina und Israel - ab.

„Israel will keinen palästinensischen Staat, weder heute noch morgen“, sagte der Diplomat am Freitag bei einem RIA-Novosti-Rundtischgespräch. „Wir sehen, dass Israel (der Welt) den Status quo aufzwingen will, statt nach einer Lösung zu suchen. Deswegen rufen wir Russland auf, eine effizientere Rolle bei der Einstellung der israelischen Strategie zu spielen, die dem Frieden im Wege steht“.

Es sei kein Zufall, dass in der letzten Zeit die Lage in Homs für mehr Interesse als die in Jerusalem oder im Gazastreifen sorge. „Auffällig ist die Frechheit der israelischen Seite, beispielsweise was ihr Verhalten zu den  Entscheidungen des UN-Menschenrechtsrates betrifft“, sagte Fadi Hadsch Ali.

Am Montag hat das israelische Außenministerium beschlossen, die Kontakte mit dem UN-Menschenrechtsrat abzubrechen, der eine Kommission schaffen wollte, die prüfen soll, was in den israelischen Siedlungen in den besetzten palästinensischen Gebieten passiert. Israel rufe außerdem zum Boykott dieses Rates sowie zur Einfrierung der Gelder auf, die die palästinensische Administration aus Zollausgaben bekommen soll, so der libanesische Diplomat.

Der Libanon habe seit 1948 die Palästinensische Autonomiebehörde unterstützt und sei für den Abzug der israelischen Truppen aus allen okkupierten arabischen Territorien in Palästina, Syrien und dem Libanon aufgetreten, hieß es. Als Reaktion habe Israel eine ganze Aggressionsserie gegen den Libanon (in den Jahren 1968, 1982, 1993 und 1996) entfesselt.

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