03:55 17 Dezember 2018
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    Transnistrien-Gespräche: Tiraspol um Gleichberechtigung mit Chisinau bemüht

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    Der Präsident der nicht anerkannten Republik Transnistrien Jewgeni Schewtschuk will bei den für April in Wien anberaumten Verhandlungen mit Moldawien nach der Formel „fünf plus zwei“ die Frage der Gleichberechtigung der Seiten erörtern und eine wirtschaftliche Kooperation vorschlagen.

    Der Präsident der nicht anerkannten Republik Transnistrien Jewgeni Schewtschuk will bei den für April in Wien anberaumten Verhandlungen mit Moldawien nach der Formel „fünf plus zwei“ die Frage der Gleichberechtigung der Seiten erörtern und eine wirtschaftliche Kooperation vorschlagen.

    Wie Schewtschuk am Dienstag in Moskau auf einer Pressekonferenz äußerte, will Transnistrien der moldauischen Seite eine Kooperation bei der Warenbewegung über die Grenze sowie im beiderseitigen Grenzverkehr der Bürger vorschlagen.

    Die von Transnistrien gewählte „Taktik der kleinen Schritte“ bei den Verhandlungen mit Moldawien könne eine günstige Atmosphäre für eine möglichst gründliche Erörterung der politischen Probleme zwischen den beiden Seiten schaffen, sagte der transnistrische Präsident.

    Ihm zufolge wäre es unvernünftig, künstliche Hindernisse zu errichten, die potentielle Investoren von einem Engagement sowohl in Transnistrien als auch in Moldawien abschrecken würden.

    „Der rein menschliche Kommunikationsbereich muss wiederhergestellt werden. Erst dann wird sich unserer Meinung nach die Möglichkeit für eine gründlichere Erörterung der politischen Probleme bieten“, so der Chef der Dnestr-Republik.

    Die Verhandlungen über die Transnistrien-Regelung nach der Formel „fünf plus zwei“ waren im Herbst 2011nach fünfjähriger Unterbrechung wieder aufgenommen worden. Neben Moldawien und Transnistrien sind auch Russland, die Ukraine und die OSZE daran beteiligt. Die EU und die USA haben Beobachterstatus.

    Nach der Auflösung der Sowjetunion 1991 hatte die östlich des Dnestr gelegene Region Transnistrien ihre Unabhängigkeit von der Zentralregierung in Chisinau erklärt und sich als Transnistrische Moldauische Republik bezeichnet, die international jedoch nicht anerkannt wurde. Infolge eines bewaffneten Konfliktes 1992 verlor Moldawien faktisch seine Kontrolle über Transnistrien.

    Tiraspol will eine internationale Anerkennung Transnistriens als unabhängiger Staat durchsetzen. Chisinau hingegen schlägt der transnistrischen Seite das Autonomierecht im Rahmen eines einheitlichen Staates vor.

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