01:30 13 November 2018
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    „Kommersant“: US-Marineinfanteristen in Australien an Land gegangen

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    Die USA sind zur Umsetzung ihrer neuen Militärstrategie in der asiatisch-pazifischen Region geschritten und haben mit der Überstellung von Marine-Einheiten auf den australischen Kontinent begonnen, berichtet die Tageszeitung „Kommersant“ am Freitag.

    Die USA sind zur Umsetzung ihrer neuen Militärstrategie in der asiatisch-pazifischen Region geschritten und haben mit der Überstellung von Marine-Einheiten auf den australischen Kontinent begonnen, berichtet die Tageszeitung „Kommersant“ am Freitag.

    Offiziell ist ihre Hauptaufgabe die Durchführung gemeinsamer Übungen und Rettungsoperationen. Jedoch macht man in den USA kein Geheimnis daraus, dass die gesteigerte Militärpräsenz in der asiatischen Region der Neutralisierung des Einflusses von China dienen soll.

    Laut einem Abkommen, das US-Präsident Barack Obama während seines ersten offiziellen Australien-Besuchs im November 2011 mit der australischen Regierungschefin Julia Gillard unterzeichnet hatte, sollen 2500 US-Marineinfanteristen auf dem australischen Militärstützpunkt Robertson Barracks auf der Darwin-Insel stationiert werden. Wie kürzlich bekannt wurde, will das Pentagon gerade in dieser Region demnächst eine große Übung abhalten, bei der nicht nur eine Landeoperation, sondern auch das Kapern von Kriegsschiffen des potentiellen Gegners  trainiert wird.

    „Washington macht kein Hehl daraus, dass das wachsende Militärpotential Chinas bei den US-Militärs immer größere Besorgnis hervorruft“, schreibt die Zeitung. „Das Problem des Kräftegleichgewichts im Asiatisch-Pazifischen Raum wurde Ende vergangenen Jahres als eine der außenpolitischen Prioritäten der USA bezeichnet. Im November gab das Pentagon die Bildung eines neuen Ressorts – des Air Sea Battle Command – bekannt, das für die Vorbereitung der Marine, der Fliegerkräfte und der Marineinfanterie auf die Abwehr eines chinesischen Angriffs zuständig sein wird.“

    „Anfang Januar verkündete US-Präsident Barack Obama die Annahme einer neuen Militärstrategie“, führt das Blatt weiter aus. „Für die nächsten Jahre plant das Pentagon eine umfassende Umgruppierung seiner Kräfte. Verstärkt wird die militärische Präsenz in Singapur, Taiwan und auf den Philippinnen. Admiral Samuel Locklear, Chef des amerikanischen Pazifik-Kommandos, erklärte im Februar im Verteidigungsausschuss des Senats: ‚Wir sind eine Großmacht in Asien. Die Chinesen und die anderen Länder der Region müssen begreifen, dass die USA bereit sind, dort ihre nationalen Interessen zu verteidigen.’“

    „Hinsichtlich der neuen Strategie bietet Australien einen idealen Aufmarschraum“, stellt der „Kommersant“ fest. „Die dortigen Stützpunkte sind für die chinesischen ballistischen Raketen nicht erreichbar, zugleich bieten sie die Möglichkeit, die Schiffs- und den Luftverkehr im Raum des Südchinesischen Meeres zu kontrollieren.“

    „Wir sehen, wie China und Indien erstarken“, so der australische Verteidigungsminister Stephen Smith bei der Begrüßung der US-Marineinfanteristen. „Nun werden die politischen und die Wirtschaftsprioritäten der ganzen Welt im Asiatisch-Pazifischen Raum konzentriert. Auf diese Herausforderungen müssen wir antworten.“  

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