03:11 03 Juni 2020
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    Guatemalas Präsident will Drogenkonsum legalisieren

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    Die Schaffung eines staatlich regulierten Drogenmarktes wie beim Tabak- und Alkoholhandel könnte dem guatemaltekischen Präsidenten Otto Pérez Molina zufolge eine Alternative im gescheiterten Kampf gegen den Drogenhandel werden.

    Die Schaffung eines staatlich regulierten Drogenmarktes wie beim Tabak- und Alkoholhandel könnte dem guatemaltekischen Präsidenten Otto Pérez Molina zufolge eine Alternative im gescheiterten Kampf gegen den Drogenhandel werden.

    In den vergangenen Jahrzehnten sei es mit polizeilichen und militärischen Mitteln nicht gelungen, den Handel und den Konsum von Drogen zu reduzieren, schrieb Molina in seinem Artikel, der am Sonntag die britische Zeitung „The Observer“ veröffentlicht hat.

    „Maßloser Drogenkonsum soll wie im Fall Alkohol und Tabak als ein Gesundheitsproblem und nicht als Straftatbestand betrachtet werden“, hieß es. Dies würde mehr überzeugende Ergebnisse bringen. Dabei gehe es nicht um einen freien Handel mit den verbotenen Rauschmitteln. Die Produktion, der Konsum und der Drogentransport sollen im Gegenteil sehr streng kontrolliert werden. Molina rief zu einem zwischenstaatlichen Dialog darüber auf.

    Nach der Präsidentenwahl im November 2011 hat sich der neue Präsident Guatemalas Molina bereits mehrmals für einen Dialog über eine Legalisierung von Drogen ausgesprochen. Dabei betonte Molina, dass Guatemala sich ohne die Ratschläge der USA entscheiden werde, ob so ein Schritt möglich wäre, und warf Washington vor, einige zentralasiatische Länder beeinflusst zu haben, damit diese an dem Treffen der Länder der Region zur Drogenbekämpfung nicht teilnehmen.

    Diese Erklärung machte Molina einige Tage vor dem Amerika-Gipfel, der von 14. bis 15. April in der kolumbianischen Stadt Cartagena stattfindet und bei dem der Anti-Drogenkampf Schlüsselthema werden kann.

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