07:10 17 Dezember 2017
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    Experte: USA führen keine Gespräche mit Taliban, fördern aber innerafghanischen Dialog

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    Lage in Afghanistan (867)
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    Die USA führen in Afghanistan keine Friedensverhandlungen mit der radikalislamischen Bewegung Taliban, fördern aber den innerafghanischen Dialog zur Erlangung der nationalen Aussöhnung.

    Die USA führen in Afghanistan keine Friedensverhandlungen mit der radikalislamischen Bewegung Taliban, fördern aber den innerafghanischen Dialog zur Erlangung der nationalen Aussöhnung.

    Das teilte Botschaftsrat James Cunningham am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in der US-Botschaft in Kabul mit. "Das am vergangenen Sonntag unterzeichnete Memorandum über die Einstellung der Nachtrazzien ausländischer Militärs in Häusern von Afghanen sowie ein Protokoll über die Überstellung von Häftlingen aus US-Gefängnissen unter die Jurisdiktion Afghanistans sind wichtige Schritte zum Erreichen eines Abkommens über die langfristige strategische Zusammenarbeit mit den USA", sagte der Diplomat.

    Cunningham brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass dieses Abkommen noch vor dem für Mai geplanten NATO-Gipfel unterzeichnet wird. "Auf dem Gipfel sollen unter anderem Fragen erörtert werden, die die Finanzierung der afghanischen Sicherheitskräfte nach 2014 - nach dem Abzug der US-Militärs aus Afghanistan - betreffen… Erörtert werden auch einige organisatorische Fragen, die mit der Nutzung von Militärstützpunkten in Afghanistan zusammenhängen." Zugleich teilte der Diplomat mit, dass die USA nicht bestrebt seien, ständige Militärbasen auf dem Territorium der Islamischen Republik zu unterhalten.

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