19:38 16 Dezember 2017
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    Moskau gegen Gleichsetzung von SS-Gedenktag und Siegestag in Lettland

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    Der Menschenrechtsbeauftragte des russischen Außenministeriums, Konstantin Dolgow, hofft, dass Lettland den Tag des Sieges im Zweiten Weltkrieg nicht dem Gedenktag für die lettische SS-Freiwilligen-Legion gleichsetzen wird, was nur den Rassen- und Fremdenhass schüren würde.


    Der Menschenrechtsbeauftragte des russischen Außenministeriums, Konstantin Dolgow, hofft, dass Lettland den Tag des Sieges im Zweiten Weltkrieg nicht dem Gedenktag für die lettische SS-Freiwilligen-Legion gleichsetzen wird, was nur den Rassen- und Fremdenhass schüren würde.

    Das Oberhaupt der katholischen Kirche Lettlands, Zbigniew Stankevics, hatte zuvor die lettischen Behörden aufgerufen, die Möglichkeit zu erwägen, den 16. März, der inoffiziell als Tag der lettischen SS-Veteranen begangen wird, und den Tag des Sieges am 9. Mai zu offiziellen Gedenkdaten zu erklären. Nach Meinung des Geistlichen könnte dies zum Zusammenschluss und zur Versöhnung der lettischen Gesellschaft beitragen.

    „Diese Initiative hat nichts mit der Sorge um eine wahre Versöhnung der lettischen Gesellschaft zu tun und kann nur die rassistischen Stimmungen und den Fremdenhass schüren sowie die interethnischen Widersprüche in Lettland noch mehr verschärfen“, sagte Dolgow  am Mittwoch in Moskau in einem Gespräch mit RIA Novosti.

    Der Versuch, die Kämpfer gegen den Nazismus und Faschismus, die im Großen Vaterländischen Krieg aufopferungsvoll die Welt gegen die  „braune Pest“ gerettet hatten, und diejenigen, die zusammen mit den vom Nürnberger Tribunal verurteilten SS-Verbänden gekämpft und zahlreiche Gräueltaten gegen die Zivilbevölkerung begangen hatten, einander gleichzusetzen, sei im Grunde völlig unmoralisch, so Dolgow.

    Russland rechnet damit, dass „die lettischen Behörden Mut und gesunden Menschenverstand zeigen und sich von derartigen Aufrufen distanzieren werden“, so der Menschenrechtsbeauftragte.

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