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13:35 23 Juli 2019
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    Russland hält an Friedensmission in Transnistrien fest

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    Transnistrier stimmen für Unabhängigkeit (37)
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    Russland sieht vorläufig keinen Grund, seine Friedensmission in Transnistrien zu überdenken, und hat nicht die Absicht, unter dem Druck des Westens darauf zu verzichten, sagte Dmitri Rogosin, Vizepremier und Transnistrien-Sonderbeauftragter des russischen Präsidenten, vor Studenten der Transnistrischen staatlichen Universität.

    Russland sieht vorläufig keinen Grund, seine Friedensmission in Transnistrien zu überdenken, und hat nicht die Absicht, unter dem Druck des Westens darauf zu verzichten, sagte Dmitri Rogosin, Vizepremier und Transnistrien-Sonderbeauftragter des russischen Präsidenten, vor Studenten der Transnistrischen staatlichen Universität.

    Seinen Worten nach ist Russland der Auffassung, dass die Präsenz seiner Militärs die Sicherheit in Transnistrien garantiert und die Mission fortgesetzt wird.

    Transnistrien ist der östlich des Dnjestrs gelegene Teil Moldawiens. Nach der Unabhängigkeitserklärung Moldawiens 1991 erklärte auch das mehrheitlich von Russen und Ukrainern bewohnte Transnistrien seine Unabhängigkeit, da die Eingliederung Moldawiens in den Machtbereich Rumäniens im Raum stand. Der Streit mit der moldawischen Regierung mündete in einen militärischen Konflikt, der durch die Vermittlung Russlands beigelegt werden konnte.

    Heute ist Transnistrien (offiziell als „Transnistrische Moldawische Republik“) de facto ein autonom agierender, international aber nicht anerkannter Staat innerhalb Moldawiens. Bei einem Referendum 2006 stimmten 97 Prozent der Bürger für die Unabhängigkeit des Gebietes.
    Internationale Friedenskräfte sichern seit 1992 den Waffenstillstand in Transnistrien. Zurzeit bestehen sie aus Truppenkontingenten Russlands (385 Soldaten), Moldawiens (403 Soldaten) und Transnistriens (411 Soldaten). Seit 1998 beteiligen sich auch zehn ukrainische Beobachter an der Friedensmission.

    Außerdem befindet sich in Transnistrien eine 1500-köpfige russische Truppe, die neben der Friedensmission auch die Munitionslager bewacht, die dort nach dem Zerfall der Sowjetunion verblieben sind.

    Im Februar 2006 wurden die Verhandlungen über die Lösung des Transnistrien-Streits im Format „Fünf plus Zwei“ unter Teilnahme internationaler Vermittler (Moldawien, Transnistrien, Russland, Ukraine, OSZE sowie als Beobachter die EU und die USA) ausgesetzt. In letzter Zeit werden jedoch Versuche unternommen, die Gespräche wiederzubeleben.

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