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    Inlandsgeheimdienst: Bombenanschläge in Ukraine ohne politischen Hintergrund

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    Prozess gegen ukrainische Ex-Regierungschefin Timoschenko (253)
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    Nach der Anschlagsserie in Dnjepropetrowsk, bei der 30 Menschen zum Teil schwer verletzt wurden, haben die ukrainischen Behörden keinen politischen Hintergrund ausfindig gemacht. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat unterdessen tiefe Besorgnis geäußert.

    Nach der Anschlagsserie in Dnjepropetrowsk, bei der 30 Menschen zum Teil schwer verletzt wurden, haben die ukrainischen Behörden keinen politischen Hintergrund ausfindig gemacht. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat unterdessen tiefe Besorgnis geäußert.

    „Ich glaube nicht an eine politische Version“, sagte Wladimir Rokitski, Vizechef des Inlandsgeheimdienstes SBU, am Freitagabend dem Fernsehsender Inter. „Ich bezweifle, dass dahinter eine politische Kraft stehen kann.“ Wie Rokitski weiter mitteilte, hat sich bislang niemand zu den Anschlägen bekannt. Er selbst sähe keinen Grund für einen Ausnahmezustand, sagte der SBU-Vize.
     
    Mindestens vier Explosionen hatten am Freitag die ostukrainische Industriestadt Dnjepropetrowsk erschüttert. Nach den Angaben des Gesundheitsministeriums wurden 30 Menschen, darunter zehn Kinder verletzt. Drei Opfer schweben in Lebensgefahr. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Terrorismus. Anschlagserie in Ukraine Fotostrecke >>

    Medien spekulierten, dass die Anschläge möglicherweise das Ziel hatten, die Öffentlichkeit von dem beginnenden neuen Gerichtsprozess gegen Julia Timoschenko, einst Ex-Regierungschefin und heute wohl die populärste Oppositionspolitikerin des Landes, abzulenken. Dagegen spricht jedoch der Umstand, dass die Bomben ausgerechnet in Timoschenkos Heimatstadt in die Luft gingen. 

    In Dnjepropetrowsk, aber auch in der Hauptstadt Kiew und weiteren Großstädten sind nach den Anschlägen die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt worden. Bis zum 2. Mai sind in Dnjepropetrowsk keine Massenveranstaltungen erlaubt. Die Regierung hat umgerechnet rund 187 000 US-Dollar Hilfe für die Opfer bereitgestellt.

    UN-Generalsekretär Ban Ki-moon, der zu einem Besuch in Indien weilt, hat sich zutiefst besorgt über die Explosionen in der Ukraine geäußert und den Opfern sein Mitleid ausgesprochen.

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