04:52 27 April 2018
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    Raketen für syrische Rebellen? Libanesische Marine fängt Waffentransport ab

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    Unruhen in Syrien (3838)
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    Die libanesische Marine hat vor der Küste des Landes einem Agenturbericht zufolge ein mit Waffen beladenes Schiff gestellt. Der Transport war möglicherweise für die syrische Opposition bestimmt, die seit mehr als einem Jahr gegen Präsident Baschar al-Assad kämpft.

    Die libanesische Marine hat vor der Küste des Landes einem Agenturbericht zufolge ein mit Waffen beladenes Schiff gestellt. Der Transport war möglicherweise für die syrische Opposition bestimmt, die seit mehr als einem Jahr gegen Präsident Baschar al-Assad kämpft.

    Der Frachter „Lutfallah II2“, der unter der Flagge von Sierra Leone unterwegs war, sei vor der nordlibanesischen Küste gestoppt worden, meldete die Agentur AFP unter Verweis auf libanesische Sicherheitskreise. Bei der Durchsuchung seien drei Container mit Raketenanlagen, Maschinengewehren, Artilleriemunition und Sprengstoff beschlagnahmt worden. Die Besatzung werde vom militärischen Aufklärungsdienst des Libanon vernommen.

    Laut Medienberichten war der Transport auf dem Weg aus Ägypten in den nordlibanesischen Hafen Tripoli, der nur 50 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt liegt. Zuvor hatte die Regierung in Damaskus bereits mehrmals bekannt gegeben, die syrischen Rebellen würden über das libanesische Territorium mit Waffen versorgt.

    In Syrien dauern seit mehr als einem Jahr gewaltsame Proteste gegen die Regierung von Präsident Assad an. Laut den jüngsten UN-Angaben sind bei den Gefechten rund 9000 Menschen getötet worden. Die syrischen Behörden Sprechen von rund 2500 getöteten Sicherheitskräften und etwa 3200 zivilen Todesopfern.

    Der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan konzipierte im Auftrag der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga einen Friedensplan für Syrien, der eine Beendigung der Gewalt, den Abzug der Regierungstruppen aus den Städten, einen Dialog zwischen Regierung und Opposition sowie freien Zugang für Hilfsgüter vorsieht.

    Die beiden Konfliktparteien riefen am 12. April einen Waffenstillstand aus. Dennoch dauern die Kämpfe in einzelnen Städten weiter an und werden nur eingestellt, wenn UN-Beobachter dort eintreffen. Der Weltsicherheitsrat hatte der Entsendung von insgesamt 300 Beobachtern nach Syrien grünes Licht gegeben. Das Mandat der Beobachter, darunter vier Russen, ist zunächst auf 90 Tage beschränkt.

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