18:57 18 Januar 2018
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    Bombenserie in der Ukraine: Kampf um Timoschenko? – „Nowaja Gaseta“

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    Explosionsserie in Ukraine (12)
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    Am Freitag ist die ukrainische Industrie-Metropole Dnjepropetrowsk binnen einer Stunde von vier Bombenexplosionen erschüttert worden. Die Behörden in Kiew stufen die Anschläge als Terroranschläge ein, schreibt die Zeitung „Nowaja Gaseta“ am Samstag.

    Am Freitag ist die ukrainische Industrie-Metropole Dnjepropetrowsk binnen einer Stunde von vier Bombenexplosionen erschüttert worden. Die Behörden in Kiew stufen die Anschläge als Terroranschläge ein, schreibt die Zeitung „Nowaja Gaseta“ am Samstag.

    29 Menschen wurden bei den Anschlägen verletzt, 25 von ihnen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die Aufregung in der Bevölkerung ist groß. Das Gerücht machte sogar die Runde, dass sich zehn Explosionen mit Todesopfern ereignet hätten. Zum Glück gab es keine Todesopfer. Die Ukrainer stehen unter Schock. In der Stadtmitte wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt.

    Der ukrainische Innenminister Vitali Sachartschenko hat sich persönlich an die Spitze der Ermittlungen gestellt und reiste unmittelbar zu den Anschlagsorten in der Industriestadt. Obwohl noch keine Angaben zu den Sprengsätzen vorliegen, gehen die ukrainischen Behörden von einem Terorrangriff aus.

    Der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch wird in Dnjepropetrowsk erwartet. Er sprach von einer Herausforderung für das ganze Land.

    Die Opposition reagierte auch auf die Anschläge. Den vierten Tag infolge blockiert das Parteienbündnis des Timoschenko-Blocks das Gebäude der Obersten Rada (ukrainisches Parlament). Am vergangenen Freitag gingen Anhänger der inhaftierten Timoschenko in Kiew auf die Straße. Auf Plakaten stand: „Julia ist unsere Präsidentin” und „Janukowitsch gehört ins Gefängnis“. Auf die besorgniserregende Nachricht über die Terroranschläge reagierten viele Kundgebungsteilnehmer empört und sprachen von „Reichstagsbrandstiftung“. „Die heutigen Ereignisse sollen die Massenprotestaktionen abwenden“, sagte eine Parteiaktivistin.

    Dnjepropetrowsk ist die Heimatstadt von Julia Timoschenko. Trotz der Bombenserie begannen die Aktivisten gestern ihren Hungerstreik als Zeichen der Solidarität mit Timoschenko.

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