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    Merkel will Ukraine zu Timoschenko-Behandlung in Berlin überreden

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    Prozess gegen ukrainische Ex-Regierungschefin Timoschenko (253)
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    Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel versucht das deutsche Außenamt Kiew zu überzeugen, die inhaftierte ukrainische Ex-Premierministerin Julia Timoschenko in der Berliner Charitè medizinisch versorgen zu lassen.

    Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel versucht das deutsche Außenamt Kiew zu überzeugen, die inhaftierte ukrainische  Ex-Premierministerin Julia Timoschenko in der Berliner Charitè medizinisch versorgen zu lassen. 


    „Wir haben von deutscher Seite aus schon mehrmals Ärzte geschickt und haben sie auch untersuchen lassen“, zitiert dpa das Merkel-Interview für den Sender NDR Info. „Die Ärzte sind der Meinung, dass die Behandlung am besten in einem deutschen Krankenhaus durchgeführt werden sollte. Darum bemüht sich das Auswärtige Amt, und darum bemüht sich auch das Kanzleramt.“

    Die 51-jährige Ex-Regierungschefin, die ihre siebenjährige Strafe in einer Strafanstalt in Charkow abbüßt, hat gesundheitliche Probleme. Wegen starker Rückenschmerzen kann sie sich nach Angaben ihrer Anwälte nicht selbstständig bewegen.

    Die ukrainischen Behörden haben zur Behandlung von Timoschenko die Klinik des ukrainischen Staatsunternehmens für Bahntransport in Charkow ausgewählt, aber die Oppositionspolitikerin lehnt vorerst ab, sich dort behandeln zu lassen.

    Am Freitag hatte der Chef der Berliner Charitè, Professor Karl Max Einhäupl, mitgeteilt, die Charite-Ärzte, die Timoschenko untersucht hätten, diagnostizierten bei ihr einen Bandscheibenvorfall in akuter Phase.

    Am Dienstag beschwerte sich Timoschenko, beim Transport in die Klinik von Aufsehern misshandelt worden zu sein. Generalstaatsanwalt Viktor Pschonka verfügte diesbezüglich eine Ermittlung. Die Menschenrechtsbeauftragte Nina Karpatschewa, die am Mittwoch die Ex-Regierungschefin persönlich besuchte, stellte bei ihr Körperverletzungen fest und sprach von möglicher Folter.

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