08:19 17 Oktober 2018
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    Serbien: Oppositionsführer Nikolic nimmt an Präsidenten-Stichwahl teil

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    Der Chef der oppositionellen Progressiven Partei Serbiens, Tomislav Nikolic, hat am Sonntag seine Bereitschaft bekundet, an der Stichwahl des Präsidenten am 20. Mai teilzunehmen, obwohl er die Ergebnisse des 1. Wahlgangs am 6. Mai nicht akzeptiert, berichtet die Nachrichtenagentur Tanjug.

    Der Chef der oppositionellen Progressiven Partei Serbiens, Tomislav Nikolic, hat am Sonntag seine Bereitschaft bekundet, an der Stichwahl des Präsidenten am 20. Mai teilzunehmen, obwohl er die Ergebnisse des 1. Wahlgangs am 6. Mai nicht akzeptiert, berichtet die Nachrichtenagentur Tanjug.

    Wie Nikolic betonte, wird er den Kampf um die Feststellung „der realen Resultate“ der Wahlen fortsetzen und dabei alle rechtlichen Möglichkeiten einsetzen.

    Zuvor hatte der Oppositionsführer erklärt, dass seine Partei über „zahlreiche Beweise“ für die Wahlmanipulationen während des 1. Wahlgangs verfüge.

    Laut den von der Wahlleitung am Donnerstag veröffentlichten Ergebnissen der 1. Wahlrunde liegt der bisherige Präsident Boris Tadic, Chef der Demokratischen Partei, nur 10 000 Stimmen vor Nikolic. Tadic erhielt 989 000 bzw. 25,31 Prozent der Stimmen und Nikolic 25,05 Prozent bzw. 979 000 Stimmen. Dritter wurde Vizepremier und Innenminister Ivica Dacic mit 556 000 bzw. 14,23 Prozent der Stimmen.

    Bei den Parlamentswahlen, die ebenfalls am 6. Mai stattfanden, gewann die von Nikolic geleitete Koalition 73 der 250 Abgeordnetenmandate vor der von Tadic geleiteten Koalition mit 67 Mandaten.

    Am 9. Mai vereinbarte Tadics Koalition eine politische Kooperation mit den Sozialisten und deren Partnern, die auf 44 Mandate gekommen waren. Damit wurde Nikolic die Möglichkeit genommen, eine Regierungskoalition zu bilden, was auch seine Chancen auf einen Sieg bei der Stichwahl am 20. Mai verringerte.

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