21:19 18 Dezember 2018
SNA Radio
    Politik

    Medwedew: Übereilte Kriegseinsätze in fremden Staaten könnten zu Atomkrieg führen MEHR

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 20

    Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew hat sich für die Respektierung der Souveränität von Staaten ausgesprochen. Militärische Interventionen in die Angelegenheiten von souveränen Staaten könnten sich ihm zufolge in einen Atomkrieg auswachsen.

    Russlands Regierungschef Dmitri Medwedew hat sich für die Respektierung der Souveränität von Staaten ausgesprochen. Militärische Interventionen in die Angelegenheiten von souveränen Staaten könnten sich ihm zufolge in einen Atomkrieg auswachsen.

    Übereilte Kriegseinsätze in fremden Staaten würden öfters Radikale an die Macht bringen, sagte Medwedew am Donnerstag auf einem internationalen Rechtsforum in Sankt Petersburg. „Derartige Handlungen, die die staatliche Souveränität untergraben, können einmal mit einem regelrechten regionalen Krieg enden und sogar (…) mit einem Einsatz von Atomwaffen."

    In den letzten Jahren gebe es genug Beispiele, wo die Doktrin der Souveränität verletzt worden sei, sagte Medwedew. Man denke allein an die militärischen Operationen gegen fremde Staaten unter Umgehung der Uno, an die Behauptungen, dass ein Regime seine Legitimität verloren habe, „und das aus der Sicht fremder Staaten und nicht aus der Sicht des Volkes“. Auch diverse kollektive Sanktionen, die unter Umgehung der internationalen Institutionen verhängt würden, würden die Situation in der Welt nicht verbessern, urteilte Medwedew. 

    Die Doktrin der Staatssouveränität dürfe nicht „verwaschen“ werden - auch nicht zur Erreichung von politischen Zielen. „Das ist einfach gefährlich für die Weltordnung.“ „Besonders gefährlich sind Handlungen, die den grundlegenden Prinzipien der UN-Charta widersprechen.“ Die Vereinten Nationen seien der wichtigste Standort, wo die Weltgemeinschaft ihre Probleme löse, betonte der russische Ministerpräsident. Die UN-Charta erforderte Respektierung des Vorrangstellung des Rechtes und der Souveränität von Staaten.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren