10:36 15 Dezember 2018
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    Nach Tragödie in Hula: Türkei weist syrische Diplomaten aus

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    Nach dem blutigen Massaker im syrischen Hula hat das türkische Außenministerium nach eigenen Angaben beschlossen, die syrischen Diplomaten des Landes zu verweisen.

    Nach dem blutigen Massaker im syrischen Hula hat das türkische Außenministerium nach eigenen Angaben beschlossen, die syrischen Diplomaten des Landes zu verweisen.

    Demgemäß haben der Interimistische Geschäftsträger Syriens in Ankara und die anderen in der Türkei eingesetzten syrischen Diplomaten innerhalb von 72 Stunden die Türkei zu verlassen.

    Das Außenministerium in Ankara hat die Tragödie in Hula als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ bezeichnet und die Völkergemeinschaft dazu aufgefordert, gemeinsam Strafmaßnamen gegen die Schuldigen zu erwirken.

    „Unser Land hat es für notwendig erachtet, neue Maßnahmen gegen die syrische Administration zu ergreifen. Die Türkei hat… laut Artikel 9 der Wiener Konvention über diplomatische Beziehungen vom Interimistischen Geschäftsträger Syriens in Ankara und von den übrigen (syrischen) Diplomaten gefordert, unser Land beginnend ab dem 30. Mai innerhalb von 72 Stunden zu verlassen“, so die Mitteilung. Darin heißt es, dass eine entsprechende Note am Mittwoch dem Interimistischen Geschäftsträger Syriens überreicht worden sei.

    Das türkische Außenministerium hat die syrischen Behörden aufgerufen, die Gewalt baldigst zu stoppen und - entsprechend den legitimen Forderungen des syrischen Volkes - einen demokratischen Übergangsprozess im Land einzuleiten.

    „Falls dies nicht getan und weitere Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen werden sollten, werden unser Land und die Völkergemeinschaft neue Maßnahmen ergreifen“, so das türkische Außenministerium.

    Am Dienstag hatten die USA, Spanien, Großbritannien, Italien, Kanada, Frankreich, Australien, Deutschland, Japan und andere Länder die Ausweisung der in diesen Ländern akkreditierten syrischen Diplomaten angekündigt.

    In der syrischen Wohnsiedlung Hula war in der Nacht zum Samstag ein Blutbad unter Zivilisten angerichtet worden. Nach Angaben internationaler Beobachter wurden dabei mehr als 100 Ortsbewohner, darunter Kinder, ermordet.

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