14:33 14 November 2019
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    Vor nächstem „Millionen-Marsch“: Hausdurchsuchungen bei Demo-Organisatoren

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    Das russische Ermittlungskomitee führt Hausdurchsuchungen in den Wohnsitzen von Organisatoren und Teilnehmern des Moskauer „Marsch der Millionen“ vom 6. Mai durch, die in Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei ausgeartet war. Das teilte der offizielle Vertreter des Ermittlungskomitees, Wladimir Markin, am Montag RIA Novosti mit.

    Das russische Ermittlungskomitee führt Hausdurchsuchungen in den Wohnsitzen von Organisatoren und Teilnehmern des Moskauer „Marsch der Millionen“ vom 6. Mai durch, die in Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei ausgeartet war. Das teilte der offizielle Vertreter des Ermittlungskomitees, Wladimir Markin, am Montag RIA Novosti mit.

    „Insbesondere wird die Maßnahme bei Alexej Nawalny, Sergej Udalzow, Ilja Jaschin und anderen durchgeführt. Insgesamt plant die Ermittlung, heute nicht weniger als zehn Hausdurchsuchungen durchzuführen“, sagte Markin.

    „Das ist ja ein Ding. Bei mir daheim ist eine Hausdurchsuchung im Gange. Zum Gerichtsfall über die Massenausschreitungen. Die hätten mir fast die Tür zersägt (wirklich wahr)“, twitterte Nawalny am Montagmorgen.

    Der prominente Oppositions-Blogger ist Gründer des Internet-Portals Rospil. Der Name des Anti-Korruptions-Projektes kann als „Zersägung der russischen Steuergelder“ übersetzt werden.

    Die Ausschreitungen am Vorabend der Inauguration von Wladimir Putin hatten Dutzende Verletzte auf beiden Seiten gefordert, es kam zu mehr als 400 Festnahmen. Nach dem 6. Mai setzte die Opposition ihren Protest in Form von „Massen-Spaziergängen“ fort und schlug mehrmals Lager in der Innenstadt auf, die mittlerweile allesamt von der Polizei geräumt wurden.

    Zu den Vorfällen auf dem „Marsch der Millionen“ vom 6. Mai wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet, im Rahmen der Ermittlungen wurden zwölf Personen in Gewahrsam genommen.

    Am 12. Juni, dem russischen Staatsfeiertag, hat die Opposition zum nächsten „Marsch der Millionen“ aufgerufen. Die Veranstaltung wird unter das neue Versammlungsgesetzt fallen, das am Freitag von Präsident Wladimir Putin nach zweitägiger Prüfung unterzeichnet wurde. Das Gesetz, das deutlich höhere Strafen bei Verstößen gegen das Demonstrationsrecht vorsieht, ist nach seiner Veröffentlichung in der Regierungszeitung „Rossijskaja Gaseta“ am 9. Juni in Kraft getreten.

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