14:07 11 Dezember 2017
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    Nordkosovo: Serben protestieren gegen KFOR-Straßensperre - Zwei Verletzte

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    Kosovo-Serben haben laut serbischen Medienberichten am Samstag gegen das Absperren einer nach Zentralserbien führenden Straße durch die KFOR protestiert. Zwei Teilnehmer der serbischen Protestaktion wurden mit Gummigeschossen verletzt.

    Kosovo-Serben haben laut serbischen Medienberichten am Samstag gegen das Absperren einer nach Zentralserbien führenden Straße durch die KFOR protestiert. Zwei Teilnehmer der serbischen Protestaktion wurden mit Gummigeschossen  verletzt.

    Die Umleitungsstraße hatte es bisher ermöglicht, die offizielle Grenzstation Brnjak, an der kosovo-albanische Zollbeamte eingesetzt sind, zu umgehen.

    Wie die Agentur Tanjug meldet, haben die KFOR-Kräfte am frühen Samstagmorgen im Raum von Zubin Potok den alternativen Weg nach Zentralserbien blockiert. Diese Straße, die in letzter Zeit von Kosovo-Serben intensiv genutzt worden war, ist jetzt mit Betonsperren und Stacheldraht blockiert.

    Laut der KFOR-Führung war es das Ziel der Operation, einen „gesetzwidrigen Übertritt“ der Verwaltungsgrenze zwischen Serbien und der Region Kosovo zu verhindern. Die multinationalen KFOR-Kräfte haben die einheimische Bevölkerung gewarnt, dass „jede Protestaktion friedlichen Charakter haben muss und die Bewegungsfreiheit nicht behindern darf“.

    „Das Absperren der Alternativ-Überganges ermöglicht es den KFOR-Kräften, ihre Hauptverpflichtungen zur Gewährleistung der Sicherheit zu erfüllen“, so die KFOR-Führung.

    Laut dem Chef der Gemeinde Zubin Potok, Slavis Ristic, sind die Militärs „auf die Seite Pristinas“ getreten. „Die KFOR hat beschlossen, uns  abzusperren, zu blockieren und hinter Stacheldraht zu bringen“, so Ristic. Ihm zufolge war diese Straße von den einfachen Bürgern und nicht zum Transport von kommerziellen Gütern benutzt worden.

    Die von der Nato geleitete KFOR ist entsprechend der Resolution 1244 des UN-Sicherheitsrates und dem militärtechnischen Abkommen von Kumanovo seit 1999 im Kosovo eingesetzt.

    Das internationale Militärkontingent war nach einem 78-tägigen Bombardement Serbiens durch die Nato-Länder in den Kosovo geschickt worden.

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