22:13 18 August 2017
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    Medwedew auf den Kurilen eingetroffen

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    Der russische Premierminister Dmitri Medwedew ist am Dienstag auf der Südkurileninsel Kunaschir eingetroffen.

    Der russische Premierminister Dmitri Medwedew ist am Dienstag auf der Südkurileninsel Kunaschir eingetroffen.

    Zum ersten Mal hatte Medwedew die Kurilen im November 2010 als Präsident besucht. Das war die erste Reise eines russischen Staatschefs zu diesen Inseln in der Geschichte. Tokio reagierte sehr negativ auf diese Reise und bezeichnete sie als „unzulässige Grobheit“.

    Moskau antwortete darauf, dass die Souveränität Russlands über die Kurilen nicht revidiert werden könne und die russische Führung ihre Arbeitsreisen unabhängig von der Reaktion Tokios unternehme.

    Statt der Konfrontation hat Moskau Japan angeboten, die Region gemeinsam zu entwickeln und einen bilateralen Vorteil daraus zu ziehen, vorausgesetzt, dass Japan seine Gebietsansprüche vergisst und sich ausschließlich auf die Wirtschaftszusammenarbeit konzentriert.

    Tokio beansprucht seit 1945 die Inseln Iturup, Kunaschir, Schikotan und Habomai unter Berufung auf das bilaterale Traktat über Handel und die Grenzen aus dem Jahre 1855. Die Rückgabe dieser Inseln stellte Japan als Bedingung für den Abschluss eines Friedensvertrages mit Russland, der nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nicht unterzeichnet worden war.

    Die Haltung Moskaus besteht darin, dass die Südkurilen im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges an die UdSSR gegangen sind und die russische Souveränität über sie, die eine entsprechende völkerrechtliche Ausgestaltung hat, keinem Zweifel unterliegt.

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