18:56 19 August 2017
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    Assad: Türkischer Kampfjet wurde über Syrien abgeschossen

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    Das türkische Aufklärungsflugzeug, das das syrische Militär im Juni abgeschossen hatte, hat sich laut Präsident Baschar al-Assad im syrischen Luftraum befunden. Die türkische Zugehörigkeit des Kampfjets ist erst nach dem Vorfall festgestellt worden, so Assad.

    Das türkische Aufklärungsflugzeug, das das syrische Militär im Juni abgeschossen hatte, hat sich laut Präsident Baschar al-Assad im syrischen Luftraum befunden. Die türkische Zugehörigkeit des Kampfjets ist erst nach dem Vorfall festgestellt worden, so Assad.

    Ein Aufklärungsflugzeug vom Typ RF-4E der türkischen Luftstreitkräfte war am 22. Juni vom Luftwaffenstützpunkt Erhac, Provinz Malatya, im Südosten der Türkei gestartet und eineinhalb Stunden später, als es sich über dem Mittelmeer südöstlich der an Syrien angrenzenden Provinz Hatay befand, vom Radarbildschirm verschwunden. Damaskus hat den Abschuss des türkischen Flugzeuges, das in den Luftraum Syriens eingedrungen sei, bestätigt.

    „Die Maschine flog in einem Flugkorridor, den israelische Flugzeuge ständig benutzen. Die Militärs schossen sie ab, weil sie auf dem Radarbildschirm nicht zu sehen war und weil sie keine Signale sendete. Erst später erfuhren wir, dass das Flugzeug der Türkei angehörte“, sagte der syrische Präsident in einem Interview mit der türkischen Zeitung „Cumhuriyet“, das am Dienstag veröffentlicht wurde.

    Die Maschine sei in geringer Höhe geflogen und von einer „kleinen Fla-Raketenanlage“ abgeschossen worden, die keine Ziele in einer Entfernung von mehr als 2,5 km vernichten könne.

    Zugleich äußerte Assad sein Bedauern darüber, dass die Maschine abgeschossen werden musste.

    Damaskus hätte sich bei der Türkei offiziell entschuldigt, wenn das Flugzeug - wie es Ankara behauptet - tatsächlich im internationalen Luftraum abgeschossen worden wäre, betonte Assad.

    Der syrische Präsident verwies darauf, dass die Militärämter der beiden Länder nach der Ernennung des neuen türkischen Generalstabschefs im vergangenen Jahr ihre Beziehungen eingestellt hatten.

    „Nach dem Wechsel des Generalstabschefs in der Türkei hat die Regierung dem neuen verboten, mit uns Beziehungen zu pflegen. Wir haben nicht einmal eine Telefonnummer eines hohen türkischen Militärs, mit dem wir in einer Notsituation hätten Kontakt herstellen können. Wenn die Beziehungen nicht abgebrochen wären, hätten wir das Problem ohne negative Folgen gelöst“, so Assad.

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