07:24 26 September 2017
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    Assad: „Lösung der Syrien-Krise nur ohne Einmischung von außen möglich“ - Interview

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    Die Regelung der Krise in Syrien wird möglich sein, wenn die Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes und die Unterstützung der Opposition durch das Ausland gestoppt werden, so Staatspräsident Baschar al-Assad in einem Interview mit der türkischen Tageszeitung „Cumhuriyet“.

    Die Regelung der Krise in Syrien wird möglich sein, wenn die Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes und die Unterstützung der Opposition durch das Ausland gestoppt werden, so Staatspräsident Baschar al-Assad in einem Interview mit der türkischen Tageszeitung „Cumhuriyet“.

    „Es ist bereits ein offenes Geheimnis für alle geworden, dass die Ursache des Geschehens nicht die innere Situation im Lande ist. Es handelt sich um ein Spiel, das von außen unterstützt wird“. Aus vielen arabischen Ländern werden laut Assad radikale Islamisten nach Syrien gebracht, um dort Terroranschläge zu verüben, auch die Opposition wird freigebig vom Ausland finanziert.

    Assad zufolge wird zielgerichtet gegen Syrien ein Plan durchgesetzt, der drei Etappen vorsieht.

    In der ersten Etappe sollten sogenannte „Friedensaktionen“ nach dem Vorbild Ägyptens und Tunesiens stattfinden, die Demonstranten erhielten laut Assad zunächst je zehn US-Dollar und später je 50 USD. „Daraus wurde aber nichts“, so der syrische Präsident.

    In der zweiten Etappe sollten sogenannte „freie Zonen“ für Waffenlieferungen gebildet werden, wie zuletzt im libyschen Bengasi. „Doch die syrische Armee hat nicht zugelassen, dass diese Etappe des Plans verwirklicht wird“, hieß es.

    Heute werde die dritte Etappe des Plans - mit Attentaten, Bombenanschlägen gegen Zivilisten und einem Menschenraub - durchgesetzt, stellte Baschar al-Assad fest.

    Um diese Situation zu überwinden, sollen vor allem die Waffenlieferungen und die ausländische Militärhilfe sowie die logistische Unterstützung unverzüglich gestoppt werden, schlug der syrische Staatschef vor. Assad verwies auf die „Hilfe, die die internationalen Kräfte, angefangen mit den USA, Terroristen erweisen“, und machte auf die „feindliche Politik“ der Türkei in Bezug auf Syrien aufmerksam.

    Der Staatschef erwähnte auch „ein großes Spiel gegen Syrien, das unsere Erwartungen übertrifft. Das Ziel (des Spiels) ist es, Syrien zu spalten oder einen Bürgerkrieg zu entfachen“, sagte Assad und versicherte, dass Syrien entschlossen gegen den Terrorismus kämpfen werde.

    Auch eine konsequente Durchsetzung der eingeleiteten politischen Reformen würde zu der Lösung der Krise beitragen, fügte der Präsident an.

    In Syrien waren vor mehr als einem Jahr gewaltsame Proteste gegen Präsident Assad ausgebrochen. Laut UN-Angaben sind bei den Gefechten zwischen der Armee und der bewaffneten Opposition insgesamt rund 12 000 Menschen getötet worden. Die syrische Opposition, aber auch westliche Staaten, fordern Rücktritt Assads.

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