10:24 24 September 2017
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    Atomgespräche mit Iran werden konkret - russischer Außenminister

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    Atomstreit mit Iran (1447)
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    Die Expertenverhandlungen zwischen der vermittelnden Sechsergruppe und dem Iran über dessen Atomproblem kommen laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow auf eine konkrete Bahn.

    Die Expertenverhandlungen zwischen der vermittelnden Sechsergruppe und dem Iran über dessen Atomproblem kommen laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow auf eine konkrete Bahn.

    „Die vorgestern abgehaltenen Konsultationen zwischen der „fünf-plus-eins“-Gruppe von Experten und dem Iran haben gezeigt, dass die Experten schon damit beginnen, konkrete Dinge zu erörtern, obwohl noch vieles getan werden muss, um eine Vereinbarung zu erzielen“, sagte Lawrow am Donnerstag in Moskau in einer Pressekonferenz mit seinem deutschen Amtskollegen Guido Westerwelle.

    Dass das Gespräch schon in eine professionelle, konkrete Bahn eingelenkt werde, sehe er als ein zu Hoffnung berechtigendes Signal an, so Lawrow.

    Das Treffen zwischen iranischen Vertretern und Experten der internationalen Sechsergruppe hatte am Dienstag in Istanbul stattgefunden. Wie EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton anschließend mitteilte, haben die Seiten ihre Positionen zu einer Reihe von technischen Fragen ausführlich erörtert.

    Westerwelle legte den Standpunkt Deutschlands dar, dem zufolge der Iran das Recht habe, Atomenergie für friedliche Zwecke zu nutzen, jedoch keine Atomwaffen besitzen dürfe.

    Die USA, führende westliche Länder und Israel verdächtigten den Iran, unter dem Deckmantel eines friedlichen Atomprogramms nukleare Waffen zu entwickeln. Teheran hat bisher alle Anschuldigungen dieser Art zurückgewiesen und behauptet, sein Atomprogramm habe das einzige Ziel, den Bedarf des Landes an Strom zu decken.

    Die Teilnehmer der vorangegangenen Gesprächsrunde zwischen der Sechsergruppe und iranischen Vertretern vom 18./19. Juni in Moskau hatten sich auf die Fortführung des Dialoges geeinigt.

    Die Sechsergruppe (Russland, Großbritannien, China, die USA, Frankreich und Deutschland) arbeitet seit dem Jahr 2003 gemeinsam mit der Internationalen Atomenergieagentur (IAEO) darauf hin, dass der Iran seine Arbeiten zur Urananreicherung, die den Atomwaffensperrvertrag bedrohen, einstellt.

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