22:10 15 November 2018
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    Neues Massaker in Syrien: Russland fordert Aufklärung

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    Nach dem Massaker mit Dutzenden Toten im syrischen Dorf Tremseh hat Russland eine Aufklärung gefordert.

    Nach dem Massaker mit Dutzenden Toten im syrischen Dorf Tremseh hat Russland eine Aufklärung gefordert.

    „Wir bestehen auf einer Aufklärung dieses Verbrechens“, sagte der russische Außenamtssprecher Alexander Lukaschewitsch am Freitag. Er rief alle Konfliktparteien auf, Blutvergießen und bewaffnete Gewalt gegen die zivile Bevölkerung unverzüglich zu beenden. Russland zweifle nicht daran, dass hinter dieser Greueltat jene Kräfte stünden, die keinen Frieden anstreben, sondern den zwischenkonfessionellen Hass und den Bürgerkonflikt in Syrien schüren wollen.

    In der Nacht zum Freitag hatte die syrische Opposition mitgeteilt, dass Regierungstruppen Tremseh überfallen und zwischen 100 und 200 Zivilisten ermordet hätten. Am Nachmittag gestand die oppositionelle Freie syrische Armee (FSA) jedoch ein, dass es sich bei der Mehrheit der Todesopfer um bewaffnete Anti-Regierungs-Milizen handle. Die Zahl der zivilen Todesopfer betrage nach vorläufigen Angaben höchstens sieben, sagte ein FSA-Sprecher zur Agentur AFP. Bei den übrigen handle es sich um FSA-Mitglieder. Diese Angaben bestätigte auch die in London ansässige syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (OSDH).

    Die Behörden machten bewaffnete Rebellen für das Massaker verantwortlich. Nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur SANA wurden in Tremseh mehr als 50 Menschen von Terroristen umgebracht. UN-Beobachter berichteten von andauernden Gefechten in Tremseh unter Einsatz von Hubschraubern und schweren Waffen.

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