08:24 13 November 2018
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    Nach schwedischem Teddybären-Angriff auf Minsk: KGB verhaftet Student als Mittäter

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    Beziehungen zwischen Weißrussland und Schweden nach "Teddybären-Attacke" (15)
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    Nach dem Erscheinen der Meldungen, dass ein schwedisches Kleinflugzeug über Weißrussland Teddybären als Appell zur Redefreiheit abgeworfen hat, ist ein weißrussischer Student als möglicher Mittäter vom Inlandsgeheimdienst KGB verhaftet worden. Der junge Mann hatte Bilder der Spielzeuge im Internet veröffentlicht.

    Nach dem Erscheinen der Meldungen, dass ein schwedisches Kleinflugzeug über Weißrussland Teddybären als Appell zur Redefreiheit abgeworfen hat, ist ein weißrussischer Student als möglicher Mittäter vom Inlandsgeheimdienst KGB verhaftet worden. Der junge Mann hatte Bilder der Spielzeuge im Internet veröffentlicht.
     
    Anton Surjapin, Student am Institut für Journalistik der Weißrussischen Staatsuniversität, hatte auf seiner Webseite Bilder von Teddybären veröffentlicht, die angeblich am 4. Juli über Weißrussland abgeworfen worden waren. In einem Kommentar gab der angehende Reporter an, die Fotos habe ihm ein Unbekannter zugeschickt.

    Surjapin sei für zehn Tage in Untersuchungshaft gebracht worden, teilte Andrej Bastunez, stellvertretender Vorsitzender des Weißrussischen Journalistenverbandes, am Dienstag in Minsk mit. Gegen den jungen Mann werde wegen „Beihilfe zum illegalen Überqueren der weißrussischen Grenze“ ermittelt. Das Presseamt des KGB verweigerte jeden Kommentar.

    Am 4. Juli hatte die schwedische Zeitung The Local berichtet, dass ein von zwei Schweden gesteuertes Kleinflugzeug über Minsk und Iwenez Hunderte Teddybären abgeworfen habe. An jedem Spielzeug sei ein Zettel mit dem Aufruf zur Redefreiheit befestigt gewesen. Zu der Aktion bekannte sich kurz danach die schwedische PR-Agentur Studio Total. Nach ihren Angaben wurden während des 80 Minuten langen Fluges insgesamt 800 Teddybären mit Fallschirmen abgeworfen.

    Das Flugzeug sei aus dem benachbarten Lettland abgeflogen und ohne Genehmigung in den weißrussischen Luftraum eingedrungen. Das weißrussische Militär wies die Information über eine Verletzung der Luftgrenze zurück.

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