10:15 16 Dezember 2018
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    Liwa al-Islam bekennt sich zu Sprengstoffanschlag in Damaskus

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    Die radikalislamische Organisation Liwa al-Islam hat sich zum heutigen Selbstmordanschlag in Damaskus bekannt, bei dem Verteidigungsminister Daud Radscheha und viele weitere Menschen getötet wurden.

    Die radikalislamische Organisation Liwa al-Islam hat sich zum heutigen Selbstmordanschlag in Damaskus bekannt, bei dem Verteidigungsminister Daud Radscheha und viele weitere Menschen getötet wurden.

    Eine entsprechende Erklärung veröffentlichte Liwa al-Islam auf Facebook, wie Reuters meldet.

    Ein Terrorist hatte sich am Mittwoch vor einem Gebäude der Sicherheitskräfte in Damaskus in die Luft gesprengt, als dort ein Treffen von Ministern und hohen Sicherheitsoffizieren stattfand. Bei der Explosion kamen der syrische Verteidigungsminister, Dawud Radschiha, sein Stellvertreter sowie Assif Schaukat, Schwager des Präsidenten Baschar al-Assad, ums Leben. Der Innenminister und der Geheimdienstschef erlitten Verletzungen.

    Nach Angaben von Reuters war der Selbstmordattentäter Mitarbeiter der Leibwache von Präsident Baschar al-Assad.
     
    Am Montag hatten die bewaffneten Rebellen eine groß angelegte Offensive gegen die syrischen Regierungstruppen gestartet. In der Hauptstadt Damaskus brachen heftige Kämpfe aus. Die so genannte Freie syrische Armee kündigte die „Operation Vulkan“ als Reaktion auf barbarische Verbrechen des Assad-Regimes an. Ihre Kämpfer sollen alle Kontrollposten von Armee und Sicherheitskräften attackieren, um heftige Kämpfe auszulösen. Ziel der Offensive sei ein totaler ziviler Ungehorsam.

    Die Kämpfe zwischen Armee und Regierungsgegnern dauern seit rund 16 Monaten an. Laut UN-Angaben sind bei den Gefechten rund 12 000 Menschen getötet worden. Die syrische Opposition, aber auch westliche Staaten wollen Assad zum Rücktritt zwingen. Russland und China lehnen ein internationales Eingreifen in Syrien ab. Nach den Worten des russischen Außenministers Sergej Lawrow weiß Assad noch immer einen bedeutenden Teil der Bevölkerung hinter sich.

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