12:39 16 Januar 2018
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    Hälfte der UN-Beobachter aus Syrien abgezogen

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    Unruhen in Syrien (3838)
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    Knapp die Hälfte der 300 internationalen Militärbeobachter in Syrien sind bis auf weiteres nach Hause geschickt worden. Falls nötig, werden sie jedoch zurückkehren, sagte am Donnerstag der Chef der UN-Blauhelmeinsätze, Hervé Ladsous in Damaskus zu Journalisten.

    Knapp die Hälfte der 300 internationalen Militärbeobachter in Syrien sind bis auf weiteres nach Hause geschickt worden. Falls nötig, werden sie jedoch zurückkehren, sagte am Donnerstag der Chef der UN-Blauhelmeinsätze, Hervé Ladsous in Damaskus zu Journalisten.

    „Diese Prozedur wurde gestern abgeschlossen, als die letzten beiden Beobachter aus dieser Partie nach Hause kehrten“, heißt es in der Dechiffrierung einer Erklärung von Ladsous, die im UN-Hauptquartier verbreitet worden war. 

    „Die zeitweilige Heimkehr ist mit der Bedingung versehen, dass im Fall einer Veränderung der Situation all diese Leute erneut dazu aufgerufen werden, ihre Pflichten zu erfüllen“, so der UN-Vizegeneralsekretär.

    Im Gespräch mit den Journalisten in Damaskus dementierte Ladsous die Gerüchte, dass jemand vorgeschlagen habe, 40 000 UN-Friedenssoldaten nach Syrien zu schicken.

    „In jedem Fall wird eine Entscheidung hinsichtlich derartiger Ereignisse vom UN-Sicherheitsrat gefällt“, betonte er.

    Die UN-Beobachtermission wurde aufgrund einer Entscheidung des Weltsicherheitsrates im Mai 2012 in Syrien eingerichtet. In der Vorwoche verlängerte der Rat ihre Einsatzdauer im Land um weitere 30 Tage. Die Tätigkeit der Beobachter, deren Aufgabe es ist, den Waffenstillstand zu überwachen, ist dabei deutlich eingeschränkt, da die schwer bewaffneten Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und der Opposition indes immer noch weitergehen. Dieser Umstand ist auch der Grund für die vorläufige Kürzung der Anzahl an Beobachtern.

    Russland hat indes das Uno-Sekretariat informiert, dass man bereit sei, 30 Militärs als Mitglieder der Beobachtermission nach Syrien zu entsenden.

    Seit Beginn des Konflikts in Syrien im März 2011 sind rund 16 000 Menschen ums Leben gekommen.

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