01:13 20 August 2018
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    Flucht vom sinkenden Schiff Syrien setzt sich fort

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    Unruhen in Syrien (3838)
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    Die Parlamentsvertreterin der syrischen Provinz Aleppo, Iklas al-Badawi, ist in die Türkei geflohen, berichtet am Freitag die Agentur Reuters unter Berufung auf den Nachrichtensender Sky News Arabia.

    Die Parlamentsvertreterin der syrischen Provinz Aleppo, Iklas al-Badawi, ist in die Türkei geflohen, berichtet am Freitag die Agentur Reuters unter Berufung auf den Nachrichtensender Sky News Arabia.

    „Ich habe die Grenze zur Türkei überquert und flüchte von dem tyrannischen Regime, weil es Repressionen und grausame Folter gegen das eigene Volk zulässt“, sagte al-Badawi.

    Nach Angaben syrischer und libanesischer Medien setzt die syrische Armee, nachdem sie wieder die Kontrolle über die Hauptstadt Damaskus erlangt hat, ihren Kampf gegen die bewaffnete Opposition im Norden fort, in der zweitgrößten und wirtschaftlich wichtigsten Stadt des Landes, Aleppo.

    Sollte die Armee Aleppo einnehmen, würde sie nicht nur die zweitgrößte Stadt des Landes, sondern die Gegenden an der Grenze zur Türkei, wo die Opposition ihre Waffen bezieht, kontrollieren.

    Zuvor waren bereits der syrische Botschafter in den VAE, Abdel Latif al-Dabbagh, die Geschäftsträgerin der Botschaft in Zypern, Lamia al-Hariri sowie der syrische Botschafter im Irak, Nawaf al-Fares, zur Opposition übergelaufen.

    In Syrien dauern seit rund 16 Monaten Kämpfe zwischen Armee und Regierungsgegnern an. Laut UN-Angaben sind bei den Gefechten ungefähr 16 000 Menschen getötet worden. Außerdem gibt es mehr als 200 000 Flüchtlinge, rund eine Million bedarf humanitärer Hilfe. Die syrische Opposition, aber auch westliche Staaten wollen Assad zum Rücktritt zwingen. Die UN-Vetomächte Russland und China lehnen ein internationales Eingreifen in Syrien ab. Nach den Worten des russischen Außenministers weiß Assad noch immer einen bedeutenden Teil der Bevölkerung hinter sich.

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